Ex-Ortschef liest dem Gemeinderat die Leviten

Der Grünbacher Manfred Strobel kritisiert geringe Ausbeute an Fördermitteln

Grünbach.

Der frühere Grünbacher Bürgermeister Manfred Strobel spielte die Hauptrolle in der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Er rief die Gemeinderäte in der Einwohnerfragestunde zu mehr Gemeinsamkeit und aktivem Vorangehen auf.

Manfred Strobel hatte sich auf die Sitzung gut vorbereitet und jede Menge Unterlagen aus der Presse und dem Grünbacher Anzeiger mitgebracht. Seine Fragen bezogen sich hauptsächlich darauf, ob die Gemeinderäte mit entsprechenden Konzepten und Unterlagen vertraut sind. Zudem wollte er wissen, wie oft man schon im Regierungspräsidium nach Fördermitteln gefragt habe. Dort habe er früher wesentlich mehr erreichen können als die geringen Summen, von denen jetzt die Rede ist.

Manfred Strobel war überzeugt, dass er als Bürgermeister manches Problem besser gelöst hätte. So kritisierte er auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Falkenstein auf touristischem Gebiet. Es wurde vereinbart, Grünbach, die Talsperre und den Tierpark gemeinsam zu vermarkten. "Die brauchen wir nicht", ist Manfred Strobel überzeugt. Er selbst ist derzeit viel im Ort unterwegs, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen oder Unkraut und Wildwuchs zu beseitigen. Der Ex-Bürgermeister wünscht sich von den anderen Bürgern ebensolchen Einsatz. Gemeinsam könne man viel erreichen. Bürgermeister Ralf Kretzschmann (Initiative Grünbach-Muldenberg) dankte für die Anregungen, ohne sie zu kommentieren.

Mithilfe einer Förderung über das Leader-Programm kann die Gemeinde Grünbach nun Kleinprojekte umsetzen. Im Ortsteil Muldenberg soll mithilfe dieses Geldes die Wiese hinter dem Parkplatz trocken gelegt werden. Der Gemeinderat sprach der Firma Hoch-Tief- Landschaftsbau aus Schöneck den Auftrag für diese Arbeiten in einem Umfang von 13.233 Euro zu. Um die Arbeiten zu finanzieren, muss die Gemeinde Grünbach dafür 2233 Euro aus der Liquiditätsreserve verwenden. Die Wiese wird bei größeren Veranstaltungen auch als Parkplatz genutzt, ist aber schlecht befahrbar. Nun soll auf der Fläche eine Drainage eingebracht werden.

Weitere Fördermittel werden für Sanierungsarbeiten an der Friedhofskapelle eingesetzt. Für diese Arbeiten stehen 9000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

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