Facettenreicher Virtuose auf der Panflöte

Titel von Peter Maffay, Udo Jürgens und klassische Ohrwürmer gab es in Rodewisch zu hören - auf einem besonderen Instrument.

Rodewisch.

Der Altarraum im Kerzenschein. Das erwartungsvolle Publikum im dunklen Kirchenschiff. Der Förderverein zur Erhaltung von St. Petri Rodewisch hatte am Samstag zum Lichterkonzert mit dem Panflötenvirtuosen Oscar Javelot eingeladen.

Zusammen mit seiner Frau, der Sängerin Bettina Ankermann, und mit Hagen Wegner am Klavier bescherte der Künstler den Rodewischern einen stimmungsvollen Abend. Aus seinem vielseitigen Repertoire stimmte er Melodien aus seiner neuen CD an. Darunter das gefühlvolle Lied "So sicher, wie im Himmel", das er seinem dreijährigem Sohn gewidmet hat. Das Lied für seinen älteren Sohn kam eher flott und ausgelassen daher und regte das Publikum zum Klatschen an. Die romantische Liebeserklärung "Es war immer Liebe" galt seiner Frau Bettina, die mit ihrem Lied "Lieb mich dann, wenn ich's nicht kann" antwortete. Liebe, Menschlichkeit und Verbundenheit zur Natur sind dem Künstlerehepaar eine Herzenssache. Neben eigenen Kompositionen erklangen auch Klassiker wie die Titelmelodie aus dem Kultfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Pianist Hagen Wegner stellte sich mit dem bekannten Nocturne von Frederic Chopin vor. Bei Lehars "Lass Lippen schweigen" summte das Publikum mit. Tieferen Sinn hatten der Song "Was wichtig ist" von Udo Jürgens' letzter CD und der Titel von Peter Maffay "Ich wollte nie erwachsen sein". Mit "Halleluja" und "Ave Maria" zog Feierlichkeit in das Gotteshaus ein. Am Ende gab es stehenden Applaus für die Musizierenden. Auf dem Nachhauseweg waren die Zuhörer - es hätten noch mehr sein können - des Lobes voll. "Das war ein wunderschönes Konzert", sagte beispielsweise Andrea Mercz aus Rodewisch.

Oscar Javelot ist Autodidakt. Er hat mit Schlagzeug und Gesang begonnen. Die Panflöte hat ihn schon als 14-Jährigen fasziniert. Sein tägliches Übungspensum von acht Stunden war von Erfolg gekrönt. Anfangs mit seiner Band, trat er später als Solist auf. Seit 40 Jahren steht er auf der Bühne.

Der Förderverein zur Erhaltung von St. Petri ist für anspruchsvolle Konzertveranstaltungen bekannt. Mit dem Erlös finanziert er kirchliche Bauvorhaben mit. Aktuell beteiligt er sich an der Beschaffung neuer Glocken für St. Petri.

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