Falkenstein bestellt neues Wehrfahrzeug

Die Kommune schafft sich für über eine halbe Million Euro ein HLF 20 mit maximaler Ausstattung an. Damit will man top gerüstet sein.

Falkenstein.

Ohne Gegenstimme hat der Falkensteiner Stadtrat jüngst einer nicht alltäglichen Anschaffung für die Freiwillige Feuerwehr den Weg geebnet. Per Sammelbestellung mit den Gemeinden Elsterberg, Lengenfeld und Schöneck werden vier Hilfeleistungsfahrzeuge bestellt, eines davon für Falkenstein. Jetzt ist die Liefervergabe abgesegnet worden.

Zwei Posten beinhaltet die Vergabe. Für das Fahrgestell mit Aufbau zahlt die Stadt Falkenstein anteilig 417.000 Euro, für die Ausstattung 130.000 Euro. Vom Freistaat Sachsen kann die Stadt mit Fördergeld in Höhe von insgesamt 326.000 Euro rechnen, der Vogtlandkreis gibt fast 5800 Euro dazu. Viel Geld, das laut Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) aber gut investiert ist. "Damit haben wir ein top ausgerüstetes Fahrzeug für unsere Kameraden, keines von der Stange", sagte er. Und ein Hochleistungsmodell. Das sei aktuell noch gar kein Standard. "So müssen wir später nicht nachrüsten", erklärte Siegemund den Weitblick.

Mit einem ähnlichen Standpunkt meldete sich Theodor Kießling (Bürger für Falkenstein) zu Wort. Die Anschaffung sei eine richtige Entscheidung, sagte er. Und die lange Nutzbarkeit aufgrund neuester Technik zentrales Entscheidungskriterium. "Das Fahrzeug hat die maximale Ausstattung." Tatsächlich wird der 17-Tonner ein Fahrgestell enthalten, für das eine Sondergenehmigung notwendig ist. An Bord befindet sich dann außerdem eine hydraulische Winde. "Das war für uns sehr wichtig", sagte Falkensteins Stadtwehrleiter Andreas Heller. "Sicherheit geht vor." Neben diverser Rettungstechnik werden auch Atemgeräte mitgeliefert. "Die machen einen großen Preissprung aus", so der Feuerwehrchef.

Der Vergabe waren mehrere Beschaffungsetappen vorausgegangen. Ende 2016 hatte der Falkensteiner Rat einen neuen Brandschutzbedarfsplan inklusive Feuerwehr-Technikkonzept beschossen. Auf dieser Grundlage sprach er sich im März 2019 für eine Sammelbestellung mit den drei anderen Gemeinden aus. Einen Monat später machten alle Beteiligten per Beschluss Nägel mit Köpfen.

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