Falkenstein: Fördergeld reicht nur für einen Abriss

Plauensche Straße 20 fällt bald, Louis-Müller 4 muss vorerst warten

Falkenstein.

Die gute Nachricht ist: Voraussichtlich im Februar kann das leer stehende Wohngebäude in der Plauenschen Straße 20 in Falkenstein endlich abgerissen werden. Die schlechte Nachricht: Die Kosten dafür sind überraschend derart gestiegen, dass die Stadt den ebenfalls geplanten Abbruch des Gebäudes Louis-Müller-Straße 4 vorerst verschieben muss. Darüber hat Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) am Donnerstag den Stadtrat informiert, der den Auftrag für Abbruchleistung und Geländeregulierung in der Plauenschen Straße an die Oelsnitzer Firma Ebersbach vergab - für 190.000 Euro.

Dies war das günstigste von fünf Angeboten, und es liegt immer noch 22 Prozent über der Kostenberechnung des Planungsbüros. Man habe wohl eine "ungünstige Zeit" für die Auftragsvergabe erwischt, so die Einschätzung der Stadtverwaltung. Allerdings hat die Kommune kaum eine Wahl: Die Brache in der Plauenschen Straße droht auf die Fahrbahn der Bundesstraße zu stürzen, die deswegen gesperrt werden musste. Deshalb wurde der Auftrag trotz der hohen Kosten vergeben. Zwar wird der Abbruch zu 90 Prozent über das Programm zur Brachenrevitaliserung gefördert, allerdings stockt die Sächsische Aufbaubank (SAB) diese Mittel nicht auf - der Fördertopf sei leer, so Bürgermeister Siegemund. In Absprache mit der SAB können jedoch 50.000 Euro Fördergeld umgeschichtet werden, die für den Abriss der Louis-Müller-Straße 4 vorgesehen waren. Dafür muss dieser allerdings aufgeschoben werden, bis es wieder Fördermittel gibt.

Auch für die Louis-Müller-Straße liegen die Angebote weit über der Kostenschätzung. Hier will die Stadt neu ausschreiben und hofft dann auf niedrigere Gebote.

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