Falkenstein stellt Weichen für neuen Weg zum Bahnsteig

Die Kommune will das Bahnhofsgebäude endlich selbst nutzen. Diesem Ziel dienen Grundstückskauf und Auftragsvergabe.

Falkenstein.

Zwei Beschlüsse der jüngsten Falkensteiner Ratssitzung befassten sich mit dem Bahnhofsgelände: Der Rat beschloss, dort insgesamt rund 6300 Quadratmeter für 33.000 Euro von der DB Netz zu erwerben. Außerdem bekam das Büro Fugmann und Fugmann für rund 47.000 Euro den Zuschlag für die Planung eines neuen Weges zu den Bahnsteigen -links herum ums bisherige Bahnhofsgebäude.

Mit den beiden Entscheidungen werden wichtige Weichen gestellt für die angestrebte Umnutzung des Bahnhofsgebäudes. Die ist erst möglich, wenn das Objekt entwidmet wird, also nicht mehr von den Bahnreisenden beziehungsweise der Deutschen Bahn genutzt wird. Und die Voraussetzung dafür ist die Schaffung eines neuen Gehweges mit Treppe, der auf Höhe des bereits vorhandenen Aufzugs in den Personentunnel einbindet.

Die Stadtverwaltung bemüht sich seit Jahren um eine Lösung - das Bahnhofsgebäude ging 2017 an die Kommune über, die von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hatte. Die Verhandlungen mit den verschiedenen Unternehmen der Deutschen Bahn gestalteten sich kompliziert, zuletzt wirkte sich die Coronakrise ungünstig aus. Umso mehr freute sich Bürgermeister Marco Siegemund (CDU), dass man nun kurz vor dem Abschluss eines Kaufvertrags stehe. Die Stadt selbst benötigt allerdings nur ein Drittel der Fläche, die sie jetzt erwirbt. Rund 4000 Quadratmeter sollen an die private Gesellschaft weiterverkauft werden, die im benachbarten Güterschuppen eine Oldtimer-Garage einrichten will. Dazu hat Friseurmeister und Stadtrat Michael Lienemann (BfF) mit zwei Mitstreitern ein gemeinnütziges Unternehmen gegründet. Bei der Abstimmung erklärte sich Lienemann für befangen und nahm bei den Zuschauern Platz. Es gab keine Gegenstimmen.

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