Falkensteiner Kirmes hat viel zu bieten für Groß und Klein

Nach vier kunterbunten, stimmungsvollen Tagen ist die gut besuchte Kirmes gestern Nachmittag zu Ende gegangen. Begonnen hat sie mit einer Premiere.

Falkenstein.

Den Tag der Deutschen Einheit haben die Falkensteiner und etliche Gäste gestern doppelt gefeiert: Zeitgleich mit der Erinnerung an 26 Jahre Wiedervereinigung endete die Kirmes in der Stadt. Vier Tage stand das Gelände um den Jahnplatz im Zeichen von Musik, Tanz, Fußball, Trödel- und Kreativmarkt, Schaustellern, Gastronomie und guter Stimmung. Als Ergänzung zum Erntedank-Gottesdienst in der Kirche Zum Heiligen Kreuz fand diesmal ein Basar mit handgemachten Produkten aus den Unterkarpaten statt.

Auch den Anfang markierte ein Novum: Beim Festumzug Falkensteiner Vereine am Freitag drehten etwa 500 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder eine große Runde durch die Stadt. Vertreten waren indes nicht nur Vereine, sondern auch Abordnungen von Schulen, Kindertagesstätten und der freiwilligen Feuerwehr. Bürgermeister Marco Siegemund zeigte sich angetan vom Premierenerfolg. "Das ist wunderbar gelaufen", zollte er allen Teilnehmern Anerkennung. Die sorgten am Ende - und einige Zeit vor der offiziellen Kirmeseröffnung - für ein übervolles Zelt. "Daraufhin haben wir die Festveranstaltung vorverlegt", erzählte Marco Siegemund.

Besucher drängten sich auch im Zelt, als dort später und an den nächsten Tagen die Musik spielte. Dabei reichte das Spektrum von der OldieNight Schönau und Falkensteiner Nachwuchsband Phönix Vogtland über alte Hasen wie Zeitsprung und Sevenheat bis zu Kinderliedern, Schalmeienklängen und Blasmusik.

Gegenüber in der Zweifeld-Sporthalle ließen sich Kerstin Freudenhammer und Ottmar Heckel vom Falkensteiner Schnitzverein beim Umgang mit Werkzeug und Holz über die Schulter schauen, Christine Schenk vom Heimatverein Trieb-Schönau beim Klöppeln.

Fast die gesamte Hallenbreite nutzten die Arbeitsgemeinschaft Vogtländischer Mykologen und Auerbacher Pilzfreunde für ihre Ausstellung. Mit einer derart großen Ausbeute hatten sie nicht gerechnet: 170 Arten füllten die lange Tafel. Also etwa so viele wie in den Vorjahren. "Allerdings mussten wir mehr Zeit investieren", sagte Christine Morgner. Am häufigsten kommen den Beratern zufolge derzeit Birkenpilze, Steinpilze, Goldröhrlinge und Schusterpilze vor. "Was es kaum gibt, ist Hallimasch. Im Grunde fehlen alle Spätherbstpilze, die man schon im Oktober sammeln kann", so Christine Morgner.

Gerne hätten die Freizeit-Mykologen auch giftige Knollenblätter- und Pantherpilze für Aufklärungszwecke gezeigt. Weil auch die nicht zu finden waren, mussten Fotos genügen.

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