Fans feiern Skisprung-Elite in Klingenthal

Rund 6000 Besucher fanden am Sonntag den Weg in die Vogtland- Arena. Ein Resümee des letzten Sommerspringens 2016 in Wort und Bild.

Klingenthal.

Die Sommersaison der Skispringer ist Geschichte, Klingenthal setzte am Wochenende erneut den Schlusspunkt. "Freie Presse" buchstabiert den vogtländischen G-R-A-N-D-P-R-I-X durch.

G wie Gewinner: Maciej Kot heißt der strahlende Gewinner des abschließenden Springens beim Sommer-Grand-Prix in Klingenthal. Der 25-jährige Pole war das Maß aller Dinge. Am Sonntag flog er in der Vogtland-Arena auf 140 sowie 143,5 Meter und stellte im zweiten Durchgang den Schanzenrekord ein.

R wie Rassel: Dieses Fan-Element sorgte wie eh und je für großen Lärm im Arena-Rund. Bei jedem einzelnen Springer, der sich vom Balken in die Anlaufspur abstieß, sorgten die Fans mit ihren Rasseln und Tröten für Motivation und den nötigen Schub bei den Sportlern. Knapp 6000 Besuchern wurden am Sonntag gezählt.

A wie Autogramme: Die gaben die Skispringer gern. In den ersten Reihen hatten sich schon früh die hart gesottenen Fans ihren Platz gesucht, um sich Unterschriften von Severin Freund und Co. abzuholen. So auch Mariusz Nowak mit seiner Frau Katarzyna aus dem polnischen Olesno, die mit Joachim Bonk aus Dortmund und dessen polnischen Frau Gabriela kamen. Sie sind Anhänger des polnischen Super-Stars Kamil Stoch. Mariusz Nowak über Klingenthal: "Es lohnt sich hier her zu kommen. Die Stimmung ist super, auch wenn diese von den Fans in Zakopane noch übertroffen wird. Dort und in Wisla sind wir oft, wollen aber im Winter wieder nach Klingenthal kommen." Joachim Bonk scherzt: "Zuhause gibt es mit meiner Frau vor dem Fernseher oft Streit. Da sie ihren polnischen Landsmännern die Daumen drückt und ich den Deutschen. Das ganze mal live zu sehen, ist natürlich was ganz anderes."

N wie Nationen: Springer aus insgesamt 15 Nationen waren am Start und kämpften in der Qualifikation um einen Platz im Wettkampf. In Klingenthal waren von der Elite die meisten am Start. Vom doppelten Doppel-Olympiasieger Simon Ammann bis zum slowenischen Überflieger der Vorsaison, Peter Prevc. Den Wettbewerb nutzen die meisten als Vorbereitung für den Winter.

D wie Direktübertragung: Der zweite Durchgang des Springens wurde vom MDR-Fernsehen live übertragen. Reporter René Kindermann analysierte zusammen mit dem dreifachen Olympiasieger Jens Weißflog als Experte für die Zuschauer zuhause den Wettbewerb.

P wie Promi: Für viele Wintersportfans ist er Kult: der Eurosport-Reporter Dirk Thiele. Seit zehn Jahren ist er in Klingenthal mit dabei und transportiert den Skisprung-Sport mit seiner Art zu kommentieren in die heimischen Wohnzimmer. Zu Klingenthal sagt er: "Die Veranstalter machen hier einen super Job, sie haben eine Seele für das Skispringen, sie sind mit viel Herz dabei, nur so kann man das alles immer wieder aufs neue stemmen. Auch die Schanze ist nach wie vor eine der modernsten. Nicht umsonst trainieren hier die weltbesten Athleten."

R wie Richard: Lokalmatador Richard Freitag aus Aue sucht noch nach seiner Form. Er musste sich mit Rang 21 zufrieden geben.

I wie "I sing a Liad für di": Der Hit von Andreas Gabalier und viele weitere Lieder zum Mitsingen und Klatschen sorgten für zusätzliche Bewegung in der Arena. Das war auch notwendig, denn mit dem einsetzenden Regen sanken auch die Temperaturen.

X wie X-mal: Gefühlt X-mal rief Arena-Sprecher Jan Meinel die Worte: "Wir sind der Meinung, das war spitze" in das Publikum. Allen Grund dafür hatte er zweifellos, denn die meisten Sprünge sorgten für Begeisterung. Er teilte sich die Moderation mit Stammsprecher Jochen Hendel, der den Zustand der Schanze dahingehend lobte, dass kein Springer stürzte und sich niemand verletzte.

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