Fete verbindet Kunst mit Umweltschutz

Zum zehnten Mal steigt am Samstag in Rodewisch das Poetry-Festival. Aufgrund aktueller Corona-Beschränkungen ist der Poetenweg wieder Austragungsort.

Rodewisch.

Ein runder Geburtstag steht dem Rodewischer Poetry-Festival ins Haus. Am Freitag ist Auftakt zur dreitägigen Sause. Aus einer reinen Müllsammelaktion entstanden, dreht sich allerdings nicht alles ums Feiern. Hauptprogrammpunkt ist also auch diesmal ein guter Dienst an der Natur: Der Samstag steht zum Großteil im Zeichen gemeinsamen Müllsammelns mit Start und Ziel an der Schlossinsel.

Die eigentliche Feier mit veganer Gästeversorgung, Camping, Lagerfeuer und Live-Musik steigt am Poetenweg. Der malerische Pfad entlang der Pöltzsch zwischen Neuer Rützengrüner Straße und Klinikum Obergöltzsch gilt als Poetry-Wiege. Von dem Standort rückte der veranstaltende gleichnamige Kulturverein vor drei Jahren jedoch ab. Im Rodewischer Stadtpark waren schlichtweg die Rahmenbedingungen besser: Das Stadtgrün ist zentraler gelegen, außerdem gibt es dort Strom. Weil die Festival-Ausrichtung diesmal Corona-Vorgaben unterliegt, kehrte der Verein mit seiner Veranstaltung zurück zu den geografischen Wurzeln.

Etwa 80 Leute schwärmen pro Festival-Ausgabe in die Göltzschtal-Natur aus. Das nötige Rüstzeug - Handschuhe, Greifzangen, Mülltüten mit viel Fassungsvermögen - stellen die Veranstalter bei Bedarf am Start. Gesammelt und eingetütet wird, was andere mehr oder weniger achtlos entsorgen. Manches lässt sich erfahrungsgemäß auch nicht eintüten. In der Vergangenheit bekamen es Organisatoren und Teilnehmer gelegentlich mit schwergewichtigen, sperrigen Stücken zu tun: Autoreifen, einem Bauzaun, allerhand Dachpappe, Möbelstücken und sogar einer Werkbank. Oder toten Tieren. Zu den am häufigsten aufgepickten Fundstücken gehören Zigarettenstummel, Bonbonhüllen und andere kleine Verpackungen. Das Sammelgut wandert jedes Jahr in einen Container, den der Rodewischer Bauhof am Schlosszugang bereitstellt.

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