Feuerwehren sparen rund 135.000 Euro

Vogtländer profitieren von Sammelbestellung

Markneukirchen/AUERBACH.

So ein Szenario will sich keiner ausmalen: Bei Feuerwehreinsätzen gerät verdrecktes Löschwasser oder Schaum ins Trinkwassernetz. Das gab es zwar im Vogtland nie, andernorts aber schon, sagt Patrick Heinritz, Sachbearbeiter Brandschutz im Landratsamt. Die Forderung des Trinkwasserschutzgesetzes an die Wehren im Landkreis stand: Ihr müsst Rückschlagklappen haben, damit beide Netze getrennt sind. Systemtrenner heißen diese Ventile.

Seit 2018 wurde über den Kauf diskutiert, am Donnerstag konnte Klingenthals Stadtwehrleiter Jan Künzl die ersten in seinen Kofferraum laden. Das geschah vor Markneukirchens neuer Feuerwache. Der Ort war kein Zufall: Markneukirchen hat für das Gebiet des Vogtlandkreises die Ausschreibung zum Kauf der Technik - insgesamt 224 Systemtrenner für 35 Wehren - übernommen. Die Stadt folgte damit einer Bitte des Landratsamtes. Der Kreis konnte die Beschaffung nicht selbst anleiern, da er Fördermittel für den Kauf bereitstellt, erläutert Heinritz, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister ist.

Die Aktion hat sich gelohnt: Für einen Systemtrenner rufen verschiedene Hersteller einen Listenpreis von 1500 Euro auf. Der bei den Wehren im Kreis abgefragte Bedarf plus Planung hätte sich so auf fast 350.000 Euro summiert. Mit der Sammelbeschaffung und 89.000 Euro Förderung des Kreises liegt die Summe nur bei 212.000 Euro. Fünf Prüfsets für die Wehren in Markneukirchen, Oelsnitz, Plauen, Reichenbach und Auerbach stecken im Gesamtbetrag drin. Grund: Die Systemtrenner müssen nach jedem Einsatz oder jährlich geprüft werden. "Ohne Markneukirchen hätten wir das nicht geschafft", so Heinritz. (hagr)


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