Freie Fahrt hängt vom Wettergott ab

Zwei Abschnitte der Göltzschtalumgehung sind so gut wie fertig. Über die Freigabe wird am 16. Dezember entschieden.

Auerbach.

Die Temperaturen sind derzeit nicht mit dem Bau der Umgehung im Bunde: "Wir sind hier sehr wetterabhängig. Jeder trockene Tag über null Grad zählt jetzt", sagt Isabel Siebert, beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Passen die Bedingungen, werden noch vor Weihnachten zwei neu gebaute Abschnitte an dem mit 36 Millionen Euro veranschlagten Projekt freigegeben. Entschieden wird darüber am 16. Dezember. Wenn auf der neuen Piste ab Ende 2018 der Verkehr rollt, werden die Orte im Göltzschtal zwischen Rodewisch und Falkenstein vom Verkehr entlastet.

Mit der Öffnung in diesem Jahr wäre das Auerbacher Industriegebiet in Rebesgrün aus Richtung Rodewisch schneller erreichbar. Die Autos bräuchten nicht mehr durch Rodewisch und Auerbach zu fahren. Neu für Kraftfahrer ist auch, dass die Obere Bahnhofstraße in Rodewisch mit der neuen Verkehrsführung gesperrt bleibt. Sie wird zu einem Rad- und Gehweg zurückgebaut.

Vor der Freigabe stehen die Abschnitte zwischen Rodewisch und der Staatsstraße 299 bei Rebesgrün (1820 Meter lang) sowie der Hauptstraße in Rebesgrün und der K 7830 bei Richardshöhe (2570 Meter lang). Dort müssen die Baufirmen noch die Ausstattung installieren. Dazu zählen das Aufstellen von Schutzplanken, Leitpfosten und Schildern sowie das Aufbringen der Markierung. Ursprünglich sollte auf dem Abschnitt bei Rodewisch der Verkehr schon im Herbst rollen. Die Entwässerung des Baugrundes hatte aber der Baufirma Probleme bereitet. Ob es ohne die Probleme eher freie Fahrt gegeben hätte - dazu will sich das Lasuv nicht äußern: "Das ist reine Spekulation", sagt Siebert.

Mit den Weihnachtsfeiertagen beginnt bei den Baufirmen laut Isabel Siebert voraussichtlich die Winterpause. Die Betriebe nehmen die Arbeit wieder auf, wenn das Wetter im Frühling dauerhaft besser wird. Das ist im Vogtland in der Regel ab März der Fall.

Nach der Winterpause geht es weiter mit dem Bau des ersten Abschnittes zwischen der Anbindung an die bestehende B 169 bei Siebenhitz und der Dorfstädter Straße. Dort wird jetzt schon hantiert. Nachdem die Bäume auf der künftigen Trasse bereits gefällt worden sind, werden derzeit Wurzeln entfernt. Im Zusammenhang mit dem Neubau wird 2017 im Falkensteiner Kabelwerk eine Produktionshalle abgerissen.

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1Kommentare
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  • 0
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    Täglichleser
    05.12.2016

    Schätze mal, im Frühjahr geht es weiter.
    Die haben bestimmt Angst vor ihren Machwerk.
    Und dann vielleicht noch die Bahnhofstraße Richtung Kaufland schließen. Das wäre Chaos pur. Vor Weihnachten? Da kann man gespannt sein.



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