Gegen den kulturellen Exodus: Veranstaltungsbranche demonstriert rot

"Night of Light" in Rodewisch und Auerbach: Die Firma LSG Action Lighting und die Göltzschtalgalerie in der Nicolaikirche haben sich an dem bundesweiten "flammenden Appell" der Veranstaltungsbranche gegen das durch Corona verursachte Sterben in ihren Reihen beteiligt. Als Spezialist für Bühnen- und Lichttechnik rechnet André Luderer von LSG Action Lighting in Rodewisch mit einer Umsatzeinbuße von 50 bis 70 Prozent in diesem Jahr. Im Gegensatz zu den meisten Künstlern in seiner Branche müsse er für sein Geschäft zudem teure Technik vorhalten. Auch für Galerieleiterin Romy Hartwig in Auerbach ist die Schmerzgrenze überschritten: "Uns ist immer noch die Arbeitsgrundlage entzogen", sagt sie. Mit maximal 50 zugelassenen Gästen pro Veranstaltung lasse sich der Betrieb nicht aufrecht erhalten. Gerade ist ihr ein Veranstaltungs-Termin im September geplatzt, weil die Protagonistin ihre Tournee absagen musste. Gemeinsam mit dem Neuberinhaus in Reichenbach entschloss sich Hartwig kurzfristig für die Teilnahme an der Aktion, an der bundesweit mehr als 3500 Kulturbetriebe, Veranstaltungshäuser, Agenturen, Bühnentechniker und Künstler mitmachten. (suki)

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