Gewerkschaft fordert ein Lohn-Plus bei Unilever

300 Beschäftigte sollen in Auerbach und Plauen von Tarifrunde profitieren

Auerbach.

Ein Lohn-Plus für rund 300 Beschäftigte im Vogtland will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in am Montag beginnenden Tarifverhandlungen für die Ernährungsindustrie erzielen. Das meldet die Gewerkschaft am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Konkret geht es um Lohnsteigerungen für die knapp 200 Beschäftigten, die bei Unilever in Auerbach Tütensuppen und Fertiggerichte herstellen. Die NGG will die Tariferhöhung aber auch für die rund 125 Mitarbeiter erreichen, die bei Vogtlandmilch in Plauen Molkereiprodukte von Frischmilch bis zum Fruchtquark produzieren.

Es gehe um die Vereinbarung eines Plans, um die Ost-West-Lohnlücke zu schließen, heißt es. "Ziel ist es, dass keiner, der Lebensmittel herstellt, künftig weniger als zwölf Euro pro Stunde verdient", sagt Olaf Klenke, Landessekretär der Gewerkschaft für den Bezirk Ost. Er tritt als Verhandlungsführer auf. In ganz Sachsen würden bei einem erfolgreichen Tarifabschluss mehrere Hundert Beschäftigte der Lebensmittelindustrie von einer Lohnerhöhung profitieren.

"Wer für die Ernährung sorgt, sollte selbst nicht gezwungen sein, seit Jahren den Gürtel enger schnallen zu müssen", betont Klenke. Die Ernährungswirtschaft setzte ihre Beschäftigten in Sachsen regelrecht auf 'Lohn-Diät', so die Einschätzung aus Sicht der Gewerkschaft. Es sei kein Wunder, dass der Frust im Vogtlandkreis groß sei, meint der Gewerkschaftsmann. Ziel der Verhandlungen müsse es sein, die Löhne "armutsfest" zu machen - auch als Vorsorge für das Alter. (nij)

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