Grafikkalender greift übers Vogtland hinaus

Das neue Jahr beginnt bald - und damit wird die Wahl neuer Kalender nötig. Das Angebot ist groß. "Freie Presse" stellt ausgewählte Jahresplaner und die Menschen dahinter vor. Heute: Erik Seidel.

Plauen/Rodewisch.

Diesen Jahresplaner hängt man sich nicht einfach so über den Schreibtisch. Dafür sind seine Blätter tatsächlich zu kostbar. Sammler rahmen jede einzelne Druckgrafik. Und zwar schon seit dem Jahr 2005. Seither erscheint der Vogtländische Grafikkalender regelmäßig - ursprünglich ein Künstlerselbsthilfeprojekt, wie Erik Seidel sagt. Der jetzt im Leipziger Süden lebende Vogtländer war Ideengeber für den schönen Zeiteinteiler und gibt ihn bis heute heraus.

"Der Kalender erscheint ja immer am 1. September, deshalb sind mittlerweile auch nur noch sehr wenige Exemplare zu haben", sagt Seidel über die stark limitierte Auflage. Er kenne Sammler, die seit 2005 in jedem Jahr ein solches Stück erworben haben. Seidel freut sich, dass der Kalender für viele Menschen inzwischen offenbar eine feste Institution geworden ist.

Obwohl das Werk nicht mehr im Vogtland herausgegeben wird, soll es weiterhin den markanten Namen tragen. Seidel: "Das wäre doch sträflich, den Kalender umzubenennen." Immerhin sei auch heuer mit Tino Rex ("Mädchen am Meer") wieder ein vogtländischer Künstler im Boot. Die anderen stammten aus unterschiedlichen Ecken der Republik. "In Deutschland laufen so viele gute Leute herum", begründet der Künstler und Kunstpädagoge. Und offenbar nicht nur in Deutschland: Von den 98 bisher beteiligten Künstlern kommen auch welche aus Tschechien, Schweden, England und Polen.

Neben Seidel, der wie jedes Jahr einen Druck beisteuert - diesmal den Farbholzschnitt "Amelies Welt" - haben Matthias Schilling ("Glaube & Wissen") und Franca Bartholomäi ("Das bessere Reh") mitgewirkt. Außerdem: Barbara Mäder-Ruff ("Zwischendrin"), Christiane Werner, ("Schattenlauf"), Louise Heymans ("Planet"), Karin Wurlitzer ("Durchblick", Deckblatt), Luke Carter ("Oh Schatz!"), Reinhold Herrmann ("Fischgeflüster"), Amei Diaz, ("Swirl"), Petra Schuppenhauer ("Am Hang") und Jörg Engelhardt ("Time is monkey"). Neben Holzschnitten beinhaltet der Grafikkalender auch Radierungen, einen Siebdruck, Linolschnitte und ein Mezzotinto.


Zahlen und Fakten

Titel: 17. Vogtländischer Grafikkalender, herausgegeben vom Leipziger Künstler Erik Seidel (Foto), der ursprünglich aus dem Vogtland stammt.

Größe: Hochformat 70 x 50 Zentimeter mit 13 originalen, signierten Druckgrafiken - auf der Rückseite des Kalenders finden sich die Biografien der beteiligten Künstler.

Handhabung: Die 13 Grafiken können von den Kalendarien abgelöst werden, also als Einzelblätter gerahmt, präsentiert und verschenkt werden.

Historie: Der Kalender erscheint seit 2005 mit inzwischen mehr als 14.000 Grafiken. Die 1. Auflage betrug 80 Stück.

Auflage: 65 Stück

Preis: 350 Euro

Herstellung: Die Blätter wurden von den Künstlern gedruckt.

Wo erhältlich: beim Herausgeber oder bei den Künstlern.

www.erikseidel.de

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.