Grünbach arbeitet an Pro-Kopf-Bilanz

Die Gemeinde nimmt rund 52.000 Euro weniger ein, wobei ein Teil davon als Fördermittel geplant waren. Trotzdem verfolgt der Ort beim Thema Verschuldung sein Ziel weiter.

Grünbach.

Im Wesentlichen ist der Haushalt der Gemeinde ausgeglichen, auch wenn es Abweichungen gibt. So fasste Kämmerer Timo Zimmer bei der jüngsten Gemeinderatssitzung Grünbachs Haushaltssituation zum 30. Juni 2020 zusammen.

Die Erträge fallen um 52.500 Euro geringer aus als geplant. Etwa die Hälfte davon sollte als Fördermittel für die Freiwillige Feuerwehr eingehen. Der Fördermittelantrag für Bekleidung und anderes Material wurde für die Wehren in Grünbach und Muldenberg abgelehnt. Auch die Einnahmen aus Vermietung eigener Räume für Feste und Veranstaltungen werden geringer ausfallen. Die Steuereinnahmen aus Einkommens- und Umsatzsteuer sind aufgrund der Pandemie unsicher. Da die Fördermittel für die Feuerwehren nicht kommen, entfallen die Ausgaben für den Eigenanteil.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 15.700 Euro entstehen durch die Kreisumlage. Etwa 22.000 Euro zusätzliche Ausgaben entstehen der Gemeinde ausschließlich aufgrund der Pandemie für Desinfektionsmittel, Spender, Entgangene Elternbeiträge und die Soforthilfe für Unternehmen der Gemeinde.

Mit der ersten Tranche des Kommunalen Corona-Schutzschirmes flossen 32.650 Euro in die Gemeindekasse. Durch die Verwendung der pauschalen Zuweisung zur Stärkung des ländlichen Raumes von 70.000 Euro kann der Haushaltaus ausgeglichen werden. Die Investitionen übersteigen die geplante Summe um 16.400 Euro. Grund dafür sind Mehrausgaben für den Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Muldenberg und für den Schwibbogen zur Werbung für den Ort.

Die Gemeinde baut trotzdem kontinuierlich ihre Schulden weiter ab. Bis Jahresende wird die Pro-Kopf-Verschuldung 232,32 Euro betragen. Ende 2019 lagen die Schulden noch bei 263,92 Euro pro Einwohner.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.