Grünbacher Jugendliche suchen Raum für regelmäßigen Treff

Drei Vertreter sprechen damit im Gemeinderat vor. Der Bürgermeister verspricht nach einer Lösung zu suchen, fordert aber Geduld.

Grünbach.

Einen Ort, an dem man sich einfach mal treffen kann - den wünschen sich Jugendliche in der Gemeinde Grünbach. Drei von ihnen brachten das Anliegen bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor. Richard Leischner, Moritz Rosen und Dennis Gottschlich hatten sich darauf gut vorbereitet.

Sie setzen sich für 14- bis 21-jährige Einwohner aus dem Raum Grünbach-Muldenberg ein. Die jungen Leute treffen sich jetzt schon. Wochentags sei es nur eine kleine Gruppe von bis zu sieben Leuten. Aber am Wochenende kämen doppelt so viele zusammen, erläuterten sie. "Einfach abhängen" wollen sie und natürlich dabei auch ihre "Musik hören". Die Jugendlichen können nachvollziehen, dass es dabei für die Nachbarn auch mal zu laut wird.

Bisher treffen sie sich in privaten Räumen - "mal in einem leeren Gewerberaum, mal in einem Gartenhaus oder in einem Keller", berichten die drei Gäste den Gemeinderäten. Aber das sei auf Dauer keine Lösung. Gerade jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, suchen sie Hilfe bei der Gemeinde.

Findet sich ein Raum, wollen sie wollen sie auch etwas dafür tun. Dabei steht für die Jugendlichen fest: Drogen sollen draußen bleiben. Jeweils zwei sollten als Ansprechpartner verantwortlich sein und das Hausrecht ausüben dürfen, wenn Leute kommen "die wir nicht haben wollen". Für das Aufräumen wäre nach den Vorstellungen der jungen Leute jeder mal zuständig und nicht immer nur der, der den Raum zur Verfügung stellt. Das Trio unterstrich die Ernsthaftigkeit der Anfrage mit dem Angebot, für die Gemeinde aktiv zu werden und beispielsweise Müll zu sammeln oder das Gelände am Wendelstein mit sauber zu halten.

Bürgermeister Ralf Kretzschmann (Initiative) versprach, dass der Gemeinderat über die Anfrage nichtöffentlich beraten wolle, um eine Lösung zu finden. Jedoch ginge das nicht von heute auf morgen. Man werde sich um eine Location bemühen, die nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Anwohner und für die Gemeinde gute Voraussetzungen bietet. Auf jeden Fall sollten die Jugendlichen weiterhin den Kontakt zum Rathaus suchen.

Damit sie gleich erleben, wie der Rat arbeitet, forderte der Bürgermeister sie auf, die Sitzung bis zum Ende des öffentlichen Teils mitzuerleben. Außerhalb der Sitzung sagten die Jugendlichen, dass sie ungenutzte Häuser in den Grünbacher Gartenanlagen oder einen freien Raum im Kispi im Blick haben.

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