Heimatfreunde überlassen das Schaulaufen Profis

In großem Stil und mit einer Menge Gäste hat der kleine Rebesgrüner Heimatverein am Samstag 20. Geburtstag gefeiert.

Rebesgrün.

Einen Strauß nach dem anderen nimmt Frithjof Möckel stellvertretend für den Heimatverein Rebesgrün entgegen. Auch den einen oder anderen Umschlag. Das Heer der Gratulanten will am Samstagnachmittag nicht abreißen. Anlass ist ein Ehrentag: Den Verein gibt es seit zwei Jahrzehnten. Nach letzten Grußworten in der Turnhalle leitet eine Abordnung vom Jugendblasorchester Auerbach zum richtig gemütlichen Teil über: einer Modenschau mit Ausblicken auf das, was in Herbst und Winter auf Mann und Frau zukommt.

Kleidung und Schuhe für einen 30-minütigen Auftritt ihrer sieben Models hatte Nadine Trommer von der Auerbacher Agentur Trends Up in ihre Choreografie mitgebracht. Von italienischer Mode für Junge bis zu schicken Teilen für Träger im gesetzten Alter. Farblich sei vor allem Senf die Farbe der Wahl, sagte sie. Mit oder ohne Schwarz als Kontrast. Auch Rottöne sind angesagt. Genauso wenig falsch liege Frau und Mann beim Griff zu erdigen Tönen, Cognac, Beige oder Creme. Die Outfits stammten nicht etwa von Modemessen, sondern Geschäften und Firmen im Einzugsgebiet.

Der Heimatverein beließ es dabei, für das Schaulaufen nur den Laufsteg beizusteuern. Obwohl man einige Erfahrung besitzt. "Wir haben so was schon mal selber gemacht, aber das ist bestimmt sechs oder sieben Jahre her", erinnerte sich Frithjof Möckel. Auf die Idee, Profis zu engagieren, kam Vereinsmitglied Anita Kunz "Sie hat uns angesprochen, weil wir Modenschauen mit Show machen", ergänzte Nadine Trommer. Für den Geburtstagsabend hatte der Heimatverein dann noch jede Menge Musik im Programm. "Wir sind hochzufrieden", sagte Möckel angesichts der Resonanz.

Fast auf den Festtag genau hatte sich der Heimatverein vor 20 Jahren gegründet. "Das war im Gasthof Reumtengrün", erzählte Frithjof Möckel. Zu jener Zeit gestalteten sich die Beziehungen zwischen beiden Orten noch etwas intensiver als heute. Rebesgrün-Reumtengrün war mal einen Einheitsgemeinde gewesen; heute gehören beide Dörfer als Ortsteile zu Auerbach.

Zwölf Rebesgrüner hoben den Verein vor 20 Jahren aus der Taufe. Zwar hat er über die Jahre zahlenmäßig zugelegt, und im Jubiläumsjahr kamen drei Neue dazu. Trotzdem ist ein Wunsch nach wie vor aktuell: "Wir brauchen noch Leute, damit wir breiter aufgestellt sind und alles auf mehr Schultern verteilen können", sagte Frithjof Möckel. Ein Jahr hat die Geburtstagsplanung gedauert. Parallel dazu bereiten die Heimatfreunde in Kooperation mit allen anderen örtlichen Vereinen das Kirmes-Wochenende Mitte Oktober vor.

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