Hoffnung für Tourismus

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Die Übernachtungszahlen im Sommer zeigen nach oben. Das Jahr 2021 retten sie trotzdem nicht. Die Touristiker wollen aber wieder dorthin, wo sie im Jahr 2019 waren.

Auerbach.

Anlass zur Hoffnung auf eine Trendwende geben die Tourismuszahlen vom Juli. Mit einer Steigerung der Ankünfte um 30,5 Prozent gegenüber Juli 2020 und bei Übernachtungen um 19,3 Prozent liege das Vogtland deutlich über dem sächsischen Durchschnitt, so Rolf Keil. Der Landrat ist zugleich Vorsitzender des Tourismusverbandes Vogtland (TVV). "Die Zahlen lassen uns etwas optimistischer in die Zukunft blicken", so Keil.

Im Gegensatz dazu falle die Gesamtbilanz des ersten Halbjahres 2021 schlecht aus. Dort liegen die Ankünfte mit 34,5 Prozent und die Übernachtungen mit 23,4 Prozent deutlich unter den Werten von 2020. "Dies ist im zweiten Halbjahr nicht mehr aufzuholen", so Keil.

Der Absturz falle auch deshalb so stark aus, weil das Vogtland im Jahr 2019 - dem letzten vor Corona - bei den Ankünften ein Rekordergebnis erreicht hatte, berichtet TVV-Geschäftsführer Andreas Kraus. Damals besuchten knapp über 546.000 Menschen die Region, wurden knapp 1,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Und dort will die Region laut Kraus auch wieder hin. Denn immerhin verdinen allein im Vogtland rund 14.000 Menschen mit dem Tourismus ihren Lebensunterhalt. Der Gesamtbruttoumsatz der Branche lag laut Geschäftsführer Kraus im Jahr 2019 bei rund 0,5 Milliarden Euro. Alle Zahlen beziehen sich auf Beherbergungsstätten ab zehn Betten und betreffen das gesamte Gebiet des TVV, zu dem neben dem Vogtlandkreis auch teile Ostthüringens gehören.

Der Tourismusverband habe während des Lockdowns sein Marketing für die Region enorm gesteigert. So gab es im Frühjahr bis in den Juni einen Ansturm auf den Online-Prospekt-Shop auf der Website des TVV. Von März bis Juni wurden tausende Anfragen bearbeitet und knapp 12.000 Prospekte versendet, davon die Hälfte im Mai. Auf den Plattformen der Social Media Kanäle wurden wieder Anzeigen geschaltet, die auf die Region aufmerksam machten, so das Landratsamt.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.