Hundekekse sind ein Weihnachts-Hit

Das Plauener Café Trömel verkauft selbst gebackene Leckerli weit übers Vogtland hinaus. Dabei war der erste begeisterte Testesser gar kein Hund.

Plauen.

Sie haben Keksform, sehen aus wie braune Kuchen mit Puderzucker und duften nach Gebäck. Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit - aber nicht nur für Menschen. Im Café Trömel am Plauener Altmarkt gilt das auch für Vierbeiner. Inhaberin Katrin Feitisch hat nicht nur Torten und Kuchen für Menschen, sondern auch Gebäck für deren besten Freunde im Angebot. "Inzwischen verschicken wir die Kekse auch weit übers Vogtland hinaus", verrät sie.

Denn wer einmal welche getestet habe, der kaufe sie immer wieder, schmunzelt Feitisch, selbst Besitzerin der zweijährigen Zwergschnauzer-Dame Nora. "Für die Kekse lässt sie alles stehen." Auch wenn Frauchen sie versteckt, haben die Gebäckstücke keine Chance.

Dabei war die erste Testesserin vor zehn Jahren gar kein Hund - sondern die Katze der damaligen Köchin. "Sie ist gleich darauf abgefahren", so Feitisch. Nachdem die Plätzchen es durch den Katzen-Tüv geschafft hatten, durften sich auch Hunde daran versuchen. Die Idee für die tierischen Happen hatte die Plauenerin, als sie in einem Gastronomie-Blatt darüber las. "Ich habe mir ein Backbuch für Hundekekse gekauft und verschiedene Rezepte ausprobiert", sagt sie.

Gerade zur Weihnachtszeit machten viele Menschen ihrem Hund gern eine Keks-Freude, sagt die Plauenerin. Die Sterne, Häuser, Knochen, Rauten und Mini-Hunde bestehen vor allem aus Leber, Erdnussbutter und Weizenvollkornmehl, so die 52-Jährige, die seit 18 Jahren das Café Trömel betreibt. So lecker die Naschis riechen, so heftig ist der Geruch, wenn sie gebacken werden: "Das ist sehr intensiv", sagt Feitisch. Deshalb werden die Leber-Leckerli dann gemacht, wenn oben keine Gäste sitzen. "Erst wird die Leber gekocht", erklärt die Café-Betreiberin. Dann muss sie abkühlen, bevor der Teig gemacht wird. Der muss ausgerollt werden, damit daraus Sterne oder Knochen gestochen werden können. Etwa alle zwei Wochen werden im Trömel neue Hundekekse gebacken. Die Leckerli aus dem Ofen halten sich mehrere Wochen. "Man kann sie auch einfrieren", verrät Feitisch.

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