Hunderter ist der Höhepunkt

Drei Dutzend Teilnehmer beim 4. Winterwandertag

Schöneck.

Dicker Nebel herrschte noch am Tag zuvor und die Stadt auf dem Balkon des Vogtlandes glich einer Waschküche. Am Samstag dagegen zeigte sich Schöneck von der schönsten Seite und lockte drei Dutzend Teilnehmer zum Höhepunkt des 4. Deutschen Winterwandertags: dem Hunderter.

Strahlender Sonnenschein ließ Reif auf Bäumen und Wiesen glitzern, über allem spannte sich der azurblaue Himmel - ein zauberhafter Anblick und traumhafter Empfang. Kein Wunder also, dass die Frauen und Männer bester Laune waren, als sie die Schuhe schnürten, ihre Rucksäcke inspizierten, sich gegenseitig Mut machten, am Startbogen unterhalb des IFA-Ferienparkes "Hohe Reuth" einfanden, dem Winterhunderter geradezu entgegenfieberten. Mittendrin standen Ferenc Venczl (34) und Laszlo Szel (54) aus Budapest. Sie hatten die mit Abstand weiteste Anreise nach Schöneck, waren erst am späten Freitagabend mit dem Zug im Vogtland angekommen. Wie die beiden sagten, ist eine 100-Kilometer-Tour für sie kein Abenteuer, sondern fast schon eine Normalität. "Wir haben von dieser Veranstaltung in Schöneck aus dem Internet erfahren und müssen unbedingt dabei sein. Zusammen sind wir schon etliche Hunderter gewandert, bei uns in Ungarn und auch durch die Karpaten. Unsere längste Strecke war bisher 400 Kilometer lang, das war wirklich hart. Jetzt sind wir gespannt, wollen uns im Vogtland von der Landschaft und vom Schnee überraschen lassen." Zumindest Ersteres konnten die Wanderführer und Organisatoren der Tour - Jürgen Hadel aus Falkenstein und sein Sohn Aaron - reichlich präsentieren. Sie begrüßten die Ungarn wie zwei gute alte Bekannte. Extrem-Wanderer liegen schließlich auf einer Wellenlänge. (eso)


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