IHK-Chef lässt es in seiner Freizeit auf der Bühne krachen

Die Band The Dust Behind feierte ihr 15-jähriges Bestehen am Samstag mit einer Premiere. Die Gäste in der Göltzschtalgalerie waren begeistert.

Auerbach.

Die meisten Lieder waren den über 100 begeisterten Zuhörern geläufig. Aus dem Radio. Und trotzdem haben sie ständig neue Bekanntschaften gemacht. Denn The Dust Behind pflegen mehr oder weniger gängigen Hits aus vergangenen Jahrzehnten ihren eigenen Stempel aufzudrücken: Rock, Rock 'n' Roll, Blues, Folk, Balladen. So auch am Samstagabend in der Auerbacher Göltzschtalgalerie Nicolaikirche. Der Anlass war ein markanter. Seit 15 Jahren gibt es die vogtländisch-erzgebirgische Formation offiziell. Und das musste gefeiert werden - mit Fans, Freunden und musikalischen Wegbegleitern.

Für alle Beteiligten war das Konzert eine Premiere. "Wir haben noch nie hier gespielt", sagte Danny Szendrei. Der Bassist und Sänger stammt aus dem benachbarten Reumten-grün und gehört seit 2004 zur Stammbesetzung. Damals befand sich The Dust Behind gerade in einer Umbruchphase. Man wollte rockiger werden. Es krachen lassen. Bei der breiten Klassiker-Palette ist es letztendlich geblieben. "Wir spielen querfeldein", fasste Frontmann Tomas Seidel zusammen. "Und wir können auch komplett ohne Strom spielen. Wenn Danny seinen E-Bass mitbringt." Etwa 20 Mal im Jahr kommen die Musiker zusammen. Geprobt wird an verschiedenen Orten.

Obwohl die Band am Samstag ihren Einstand in der Göltzschtalgalerie gab, ist der Ort für Danny Szendrei kein unbekannter. "Er war einer der ersten Musiker, die hier geprobt haben", erinnerte sich Galerie-Leiterin Romy Hartwig. Das war 1992 im Heizungskeller mit der Band Tinnitus. "Die gibt es heute noch, heißt aber anders." Szendreis erste musikalische Gehversuche liegen noch länger zurück. "1986 habe ich beim Jugendblasorchester Auerbach an gefangen - als Tubist", erzählte er. Über mehrere Schülerbands fand er schließlich zu Tinnitus.

"Die Musik bindet mich mehr als Sport", stellte der zweifache Familienvater fest. "Hier ist ganz viel Rhythmus dabei und Teamplay wichtig", begründete er seine Präferenzen. Außerdem gäbe es nicht den Erfolgs- und Leistungsgedanken. Beruflich sieht das anders aus. Seit 2017 ist Danny Szendrei Geschäftsführer der IHK-Regionalkammer Plauen, davor studierte er Betriebswirtschaft. Die scheinbaren Gegensätze ziehen sich offensichtlich an. "Das ist mein persönlicher Ausgleich", berichtete der 42-Jährige. "Ein wunderschönes Hobby, das es schon vor Jahren gegeben hat und noch lange geben wird." Und ausgebaut wird, wie Danny Szendrei durchblicken ließ: "Ich lerne gerade Schlagzeug."

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