Illegaler Downhill-Kurs könnte legalisiert werden

Radler haben in Schreiersgrün eine Strecke angelegt. Die Stadt hat den Kurs gesperrt, ist aber für Gespräche offen.

Schreiersgrün/Treuen.

Die illegale Downhill-Strecke im Schreiersgrüner Forst könnte legalisiert werden. Das hat Treuens Stadtsprecher Philipp Kober bestätigt und auf noch ausstehende Gespräche dazu verwiesen.

Nachdem die Stadt Anfang August eine Frist zum Rückbau der Strecke im Fronberg-Gebiet gesetzt hatte, habe sich der Vater von einem der jugendlichen Biker gemeldet, die die Strecke an einem Hang in der Nähe des Mariensteins angelegt hatten. "Wegen der Ferien haben wir die Mitte August abgelaufene Frist für den Abriss verlängert. Uns wurde signalisiert, dass die Jugendlichen bzw. ihre Eltern sich noch untereinander verständigen wollen, ob sie den von uns vorgeschlagenen Weg gehen möchten", so Kober.

Dieser Weg zur Legalisierung der illegal im Kommunalwald angelegten Strecke liefe über die Gründung eines Vereins oder einer Interessengemeinschaft und den Abschluss einer Nutzungsvereinbarung. Dann - und bei ordnungsgemäßer Sicherung des Parcours - würde die Stadt vom angekündigten Abriss absehen.

Der Downhill-Parcours mit diversen Schikanen wie Sprungschanzen und ausgebauten Kurven südwestlich des Mariensteins war im Juli bei einem Revierrundgang durch den Revierförster im Kommunalwald entdeckt worden. Weil das Anlegen sogenannter Geländeradpfade nicht unter das im Sächsischen Waldgesetz zugestandene Waldbetretungsrecht fällt, war die Stadt zum Rückbau der Strecke aufgefordert worden. Erste Recherchen zu den Betreibern blieben erfolglos. Daraufhin startete die Stadtverwaltung einen Aufruf und setzte den Bikern eine Frist, sich zu melden und in Gespräche einzutreten.

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