Jeder zweite Vierjährige in Kitas der Region untersucht

764 Kinder bei Test des vogtländischen Gesundheitsamtes dabei - Kitas mit Integrativplätzen ein Schwerpunkt

Auerbach.

Jedes fünfte Kind im Alter von vier Jahren hat bei einem Check des Gesundheitsamtes Sprachauffälligkeiten gezeigt. Bei zehn Prozent dieser Kinder waren die Defizite so gravierend, dass sie therapiebedürftig sind. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung der Vierjährigen im vergangenen Schuljahr in vogtländischen Kitas. Die nun ausgewerteten Resultate hat der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes auf Anfrage herausgegeben.

764 Kinder wurden von den Medizinern untersucht. "Erfreulicherweise konnten wieder mehr Vierjährige untersucht werden als in den vergangenen Jahren", sagt Ärztin Regina Thoß. Etwa die Hälfte der Kinder, die im Vogtland eine Einrichtung besuchen. Als Schwerpunkt besuchten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes diesmal Kitas mit Integrativplätzen und Sprachförderprogrammen. Ein Aspekt, der zum Teil auch die Häufung der Sprachauffälligkeiten in der Altersgruppe erklärt, betont Thoß. Auch wurden die motorische und kognitive Entwicklung sowie die Seh- und Hörfähigkeit getestet. Bei zwölf Prozent der Kinder gab es laut Untersuchung Defizite in der Grob- und Feinmotorik.

Die Untersuchung, die 2003 in Sachsen zusätzlich zur Vorschuluntersuchung eingeführt wurde, ist freiwillig. Auffälligkeiten sollen dadurch früher erkannt werden, um betroffene Kinder bis zum Schulstart mit Therapie oder gezielter Förderung in der Kita oder zuhause fit zu machen. (nij)

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