Jugendleben soll bunter werden

Bei Raclette und Cocktails wollen Schüler nächste Woche neue Ideen für Jugendspaß in Auerbach entwickeln. Grundsätzlich gefalle es den meisten in ihrer Stadt, meint die Jugendarbeiterin.

Auerbach.

Eine repräsentative Umfrage ist es nicht, und konkrete Zahlen kann Sindy Kosch (45), Leiterin des Jugendstadtbüros, auch nicht nennen. Doch der Großteil der Jugendlichen fühle sich wohl in Auerbach, nennt sie als Fazit vieler Gespräche, die sie im Rahmen eines einjährigen Projekts in den letzten Monaten geführt hat. Etwa 300 junge Leute betreut das Büro im Rahmen der mobilen Jugendarbeit dort, wo sie sich treffen - etwa im Hofaupark, an den Plattenbauten oder in Parks.

"Was macht den ländlichen Raum lebenswert?", diese Frage sollte das Projekt beantworten. "Es ist gechillt, es gibt viel Grün, und man kennt jeden", das sind laut Sindy Kosch Antworten, die sie darauf oft bekommen hat. Wobei "gechillt" mit "entspannt" übersetzt werden kann. Die meisten Jugendlichen lebten gern in Auerbach, seien aber auch froh darüber, dass man bei Bedarf schnell in größere Städte komme. Am besten gefallen den jungen Leuten laut Kosch die "Aktivzonen", bei deren Gestaltung sie einbezogen wurden. Also zum Beispiel der Hofaupark mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und der benachbarte Citytreff mit der "Skatecity" - ebenfalls nach den Wünschen der Jugendlichen und von ihnen selbst errichtet. Was sie gut finden und was eher nicht, konnten sie auch bei einem Fotoprojekt präsentieren. Überraschung (oder nicht): Auch die Jugend findet unordentliche und vermüllte Ecken hässlich.

"Bissel mehr" könne allerdings schon los sein in Auerbach, so gibt Sindy Kosch den Tenor wieder. Deshalb werden für das Projekt auch Ideen für "Events" gesammelt, die Leben in die Bude bringen könnten. Dazu gibt es unter anderem verschiedene Whatsapp-Gruppen, und am nächsten Dienstag geht eine Schülergruppe im Club "High life" sozusagen in Klausur: Zwölf Schüler bleiben dort "einen Abend und eine Nacht", es soll Raclette und (natürlich alkoholfreie) Cocktails geben - zumindest für die, die zuvor bestimmte Aufgaben lösen. Die Teilnehmer sollten etwas lernen über sich, ihren Charakter und ihre Teamfähigkeit, so ein weiteres Ziel dieser "Event Factory".

Die Jugendlichen wollten vor allem mitreden und dann Vorhaben auch so schnell wie möglich umsetzen, meint Sindy Kosch. Eine Menge habe man ja schon verwirklicht, etwa die gut besuchte Jugendbühne beim Altmarktfest oder zwölfstündige DJ-Auftritte im Hofaupark. So soll es weiter gehen.

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