Junger Ortsvorsteher rückt nach

Der Schönauer Ortschaftsrat hat sich weiter verjüngt. Zur konstituierenden Sitzung am Dienstag löste Martin Seidel den langjährigen Ortschef Bernd Weller ab.

Schönau.

Mit teilweise neuer Besetzung ist der Ortschaftsrat Schönau in die neue Amtsperiode gestartet. Ines Riedel, Conny Häßler und Anja Weichsel sitzen seit der konstituierenden Sitzung am Dienstagabend offiziell am Tisch. Nicht mehr zur Wahl angetreten waren Martina Riedel und Barbara Jahn. Dem Rat treu geblieben sind Toni Heinrich und Martin Seidel. Der 33-jährige Seidel rückte weiter nach oben und wurde per Wahl vom stellvertretenden Ortsvorsteher zum Oberhaupt "befördert". An seiner Stelle steht jetzt Ines Riedel (43). Beide traten als einzige Bewerber an. Wie bisher gehören alle fünf Ratsmitglieder der Wählervereinigung an.

Zwei Jahrzehnte hielt Bernd Weller das Zepter in der Hand. Es sei Zeit gewesen, den Ortsvorsteher-Posten frei zu machen, sagte er und teilt damit die Ansicht von Martina Riedel und Barbara Jahn: "Wir waren der Meinung, die Jungen sollen mal ran." Weller ist froh, einen Nachfolger gefunden zu haben. "Dass junge Leute diese Verantwortung übernehmen, ist nicht selbstverständlich", betonte er. Genügend Bedenkzeit hatte es gegeben, denn sein Rückzug kam nicht überraschend. "Schon zur vorletzten Wahl habe ich gesagt, die nächste Amtsperiode wird meine letzte sein", berichtete er. Seinem Erben gab Bernd Weller einiges mit auf den Weg. "Es braucht gute Nerven und manchmal ein dickes Fell", sagte er. "Aber die positiven Erinnerungen überwiegen bei weitem." Mit der Kommunalpolitik hat der 62-Jährige aber noch nicht komplett abgeschlossen. Im Falkensteiner Stadtrat vertritt er Schönau nach wie vor.

Als erste große Herausforderung steht Martin Seidel und seinem Rat die Fortsetzung der Pavillon-Sanierung ins Haus. Neue Fenster und eine frische Fassade hat der Rundbau auf dem Naturbad-Gelände schon erhalten. Nach Worten von Falkensteins Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) muss dort dringend noch mehr investiert werden. Geplant sind unter anderem ein barrierefreier Ausbau, ein neuer Fußboden und die Einrichtung eines Sanitärtraktes im Gebäude. Noch befinden sich die Toiletten außerhalb.

Als Umsetzungszeitraum für das auf 150.000 Euro geschätzte Projekt haben Stadt und Ortschaft das Jahr 2021 ins Auge gefasst. Allerdings muss dafür Fördergeld gesichert werden. Das sei momentan noch ein Unsicherheitsfaktor, sagte Bürgermeister Siegemund. In Frage kommen dafür verschiedene Töpfe. "Ideal wäre das Programm Vitale Ortskerne."

Der Pavillon im Naturbad gilt seit Jahrzehnten als regionaler und überregionaler Kultur-Magnet. Er ist Austragungsort der legendären Schönauer Oldie-Nächte und wird oft für privaten Feiern gebucht. Der Heimatverein Trieb-Schönau nutzt ihn regelmäßig für Sängertreffen. In Schuss gehalten wird das Gelände vom Badförderverein.

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