Kaiserstraße: Bau fast eine halbe Million teurer

Auf rund 2,4 Millionen Euro sind die Kosten für den Ausbau der einstigen Prunkstraße Auerbachs gestiegen. Weil die Fördermittel später fließen, muss die Kommune zudem mit Kredit in Vorleistung gehen.

Auerbach.

Von knapp zwei Millionen auf rund 2,4 Millionen Euro: Der Stadtrat Auerbach hat in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss für den grundhaften Ausbau der Kaiserstraße korrigieren müssen. Bauamtsleiter Patrick Zschiesche nennt die Gründe: Die gute Konjunktur sei einer, die Zeitspanne zwischen Kostenschätzung und Ausschreibung ein anderer.

Der erste Baubeschluss war im Februar 2018 vom Stadtrat gefasst worden, im Sommer hatten die Arbeiten mit Verzögerung begonnen. Zuletzt brachte die bei den Abwasserkanälen vorgefundene Situation weitere Verspätungen. Zudem entschloss die Stadtverwaltung, den ersten Bauabschnitt, der vom Kreisverkehr bis zur Schulstraße reichen sollte, um den dortigen Kreuzungsbereich zu erweitern. Ursprünglich war dieser in den zweiten Bauabschnitt integriert, der bis zum Kristallpalast reicht.


Laut Zschiesche liegt die Ausführung beider Abschnitte in den Händen der Firma UTR aus Schönbrunn, die Bauabschnitte sollen nahtlos ineinander übergehen. Der Wechsel ist in den Sommerferien geplant.

Von der Kostensteigerung und den Verzögerungen abgesehen, kann die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang auch Positives vermelden. So sei die Förderquote von 70 beziehungsweise 75 Prozent auf einheitlich 80 gestiegen. Allerdings muss die Kommune an dieser Stelle in Vorleistung gehen. Zwar seien die Förderzusagen sicher, der Freistaat zahle aber erst 2020 aus, so der Bauamtsleiter weiter. Ergo: Die Stadt muss die Baukosten über Kredite vorfinanzieren. Unterm Strich bleibe bei der aktuell günstigen Zinslage ein positives Ergebnis, sagt Zschiesche.

Die Kaiserstraße war einst eine Prachtstraße durch Auerbachs Gründerzeit-Viertel. Nach Beendigung der Bauarbeiten soll sie optisch wieder daran anschließen.

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