Kerzen erinnern an den Mauerfall

Die Evangelischen Allianz-Gemeinden organisieren gemeinsam mit der Stadt Falkenstein am Samstag eine Festveranstaltung aus Anlass 30 Jahre Mauerfall.

Falkenstein.

Mit Kerzen und Gebeten soll in Falkenstein am Samstag des Mauerfalls am 9. November vor 30 Jahren gedacht werden. Unter dem Motto "30 Jahre Wunder der Freiheit und Einheit - Geschenk und Aufgabe" laden die Evangelischen Allianz-Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Stadt Falkenstein zu einer besonderen Veranstaltung ein.

Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Kirche Zum Heiligen Kreuz. Dort wird Jörg Eckbert Neels, Pastor der evangelisch-methodistischen Kirche, sprechen. Danach werden die Teilnehmer mit Kerzen zum Willy-Rudert-Platz vor dem Rathaus laufen. Volkmar Körner, Pfarrer im Ruhestand der Landeskirche, wird erzählen, wie er den 7. Oktober 1989 in Plauen erlebt hat. Danach sprechen noch Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) und Pfarrer Eckehard Graubner. Die Teilnehmer werden sich um ein auf dem Platz abgestecktes Kreuz herum aufstellen.

Mithilfe einer Drohne soll ein Bild gemacht werden, auf dem die Kerzen ein hell erleuchtetes Kreuz ergeben. Mit dem Lied "Nun danket alle Gott", begleitet vom Posaunenchor, kommt dann der offizielle Teil zum Abschluss. "Das war das erste was mir einfiel, als ich damals die Leute auf der Mauer stehen sah", sagt Volkmar Körner, der das ganze Programm auf die Beine gestellt hat.

Anschließend wird gefeiert. Der Gewerbeverein bietet dazu einen Imbiss an. Wer mag, kann auch in den Räumen der Firma Conception Seidel an der Hauptstraße an einer Lesung zum Buch "Mauerfall, Deutsche Einheit - Gott sei Dank!" (Herausgeber Frieder Seidel) teilnehmen.

Volkmar Körner hat die Idee im Sommer dem Allianzteam vorgestellt. Dazu gehören jeweils Vertreter der Landeskirche, der evangelisch-methodistischen Kirche, der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, der Landeskirchlichen Gemeinschaft und der Bibelgemeinde. "Lamentiert wird genug. Es muss auch mal eine Zeit sein, wo man Danke sagt", begründet Volkmar Körner diese Initiative. Er sieht in den Ereignissen von damals das Wirken Gottes. Dem gebührt ebenso Dank wie allen, die sich engagiert haben und die damals auf die Straße gegangen sind.

Bürgermeister Marco Siegemund unterstützt die Veranstaltung. "Die Kirche hat 1989 eine zentrale Rolle gespielt. Gott sei Dank ging es friedlich und ohne Blutvergießen aus", sagt er und erinnert dabei besonders an die kritische Situation in Plauen, bei der nur durch die Vermittlung des damaligen Superintendenten Thomas Küttler Schlimmeres verhindert wurde.

Service: Die Feier zum Mauerfall findet am Samstag, ab 18 Uhr, in der Falkensteiner Kirche Zum Heiligen Kreuz statt.

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