Kicker feiern pünktlich Richtfest

Halbzeit beim VfL Reumtengrün: Der Rohbau für die erste Etage auf dem Sportlerheim ist errichtet.

Reumtengrün.

Für die Kicker vom VfL Reumtengrün haben Provisorien bald ein Ende. Unmittelbar vor dem Start in die neue Spielsaison feierten Mitglieder, Gäste, Stadt- und Firmenvertreter am jetzt zweistöckigen Sportlerheim Richtfest.

Die Aufgabe, den letzten Nagel ins Gebälk zu schlagen, kam Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos) zu. Denn das seit Anfang Juni im Bau befindliche Gebäude gehört der Stadt. Von dort konnte erst jetzt Geld fließen - nach sieben Jahren Wartezeit. So lange mussten die Fußballer Abstriche machen.

Weil Umkleidekabinen nicht reichten, waren beim Freitagabend-Hochbetrieb auf den Spielfeldern sowohl junge als auch ältere Kicker gezwungen, sich in der Turnhalle umzuziehen. "Das ist nicht mehr zeitgemäß", sagte Ortsvorsteher und Fußball-Abteilungsleiter Uwe Ebert. "Im Laufe der Zeit kamen Mannschaften dazu." Aktuell sind es sechs.

Mit der neuen Etage haben die Sportler 70 Quadratmeter mehr zur Verfügung. Oben werden sich künftig Umkleidekabinen und Sanitäranlagen befinden - und ein kleiner Büroraum. Auch das gab es bis dato noch nicht im Haus. Ebert beurteilte die Berücksichtigung des Bauvorhabens durch die Stadt als Wertschätzung der Vereinsarbeit. Vor zwei Jahren sei es zu zielführenden Gesprächen gekommen. 50 Prozent des 93.000 Euro teuren Baus steuert die Kommune bei, die andere Hälfte übernimmt die sächsische Sportförderung. Deckert betonte seinerseits, dass es notwendig sei, "mit wenig Geld viel anzuschieben". Und dass Eigenleistung vonnöten sei. Die Reumtengrüner Sportler haben ihren Beitrag geleistet, und sie sind mit 15.000 Euro in Vorleistung gegangen. Schließlich musste die Mehrwertsteuer vorgestreckt werden. Dafür musste der 175 Mitglieder starke Verein einen Kredit aufnehmen.

Jetzt wird nach vorn geschaut. Bisher laufen die Bauarbeiten nach Aussagen von Uwe Ebert wie geplant. "Das ist heutzutage bei den engen Terminketten der Handwerker nicht so einfach zu koordinieren", erklärte er. Bis auf den Fußbodenleger stammen alle eingebundenen Gewerke aus dem Ort. Diese Woche beginnt der Trockenbau, gefolgt von Dach- und Zimmererarbeiten. Beides soll bis zum Wochenende erledigt sein, der Innenausbau in etwa zwei Wochen. Dann rücken Maler und Fußbodenleger an. Zum Schluss wird verputzt und eine Außentreppe angebracht, die nach oben führt. Im September wollen die Sportler an gleicher Stelle wieder feiern. Dann steht ihnen die Einweihung ins Haus.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...