Kinder spüren Geräuschen nach

Der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal Plauen hat den Reumtengrüner Kindergarten besucht. Es entstand ein besonderer Film.

Reumtengrün.

Vier spannende Tage liegen hinter der Reumtengrüner Kita Waldwichtel. An vier Tagen rückten pädagogisch orientierte Medienmacher vom Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) Plauen mit schwerer Technik an und weihten zwölf Mädchen und Jungen bei einem Workshop in die Geheimnisse der Geräuschefilm-Entstehung ein.

Am Anfang stand eine Entdeckungsreise: In zwei Gruppen suchten die Vier- bis Sechsjährigen drinnen und draußen nach Alltagsgeräuschen - und wurden schnell fündig. Mit Kamera, Mikro und Unterstützung der Fachleute rückten sie ganz dicht an Türöffner, Lichtschalter, fließendes Wasser, eine Klingel, die Klospülung, eine Holztreppe, Rutsche und Straßenlärm samt Traktor heran, bis schließlich die Entstehung von über 20 Geräuschen im Kasten war. "Zum Schluss haben wir den Film mit Vorschülern zusammengeschnitten", sagte SAEK-Volontär Igor Seifert. Das Ergebnis diente gleichzeitig als Quiz.

Erzieherin Heike Horlbeck und ihre Kolleginnen von der Kita freuen sich jedes Mal, wenn Angebote wie diese ins Haus flattern. Mit einer Bewerbung war die Kooperation besiegelt. "In der heutigen medienbetonten Zeit ist es wichtig, schon bei den Jüngsten anzufangen", berichtete sie. Die altersgerechte Vermittlung von Medienkompetenz beginnt schon im Kindergarten. Und noch etwas hat der Kanal-Besuch gebracht. Sozialverhalten und Zusammengehörigkeitsgefühl seien verbessert worden. "Das ist eine Gruppe, die sich ganz neu gefunden hat", so Heike Horlbeck. "Und bei solchen Projekten ist Teamarbeit gefragt."

Auch die SAEK-Abordnung zog ein positives Fazit der Tage bei den Waldwichteln. Ziel der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle ist es, interessierten Menschen aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten in Kursen und Projekten Gelegenheit zu geben, unter fachlicher Anleitung und mit Hilfe professioneller Technik eigene Beiträge zu erstellen. Dabei reicht das Spektrum von Fernsehen und Hörfunk bis zu Online- und sogenannten Hybridmedien als Mischformen. Gleichzeitig wird der Bevölkerung ein bewusster und kritischer Umgang mit Medienprodukten nahegelegt.www.saek.de

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