Klage gegen Sparkasse angestrebt

Prämiensparverträge sollen auf den Prüfstand

Plauen.

Die Verbraucherzentrale strebt nach Aussage der Auerbacher Beratungsstellenleiterin Heike Teubner zeitnah eine Musterfeststellungsklage gegen die Sparkasse Vogtland an. Dabei geht es um Ansprüche aus Prämiensparverträgen. "Hier gibt es schätzungsweise über 1000 Betroffene. Rund 700 Sparer haben bereits Interesse an der Klage angemeldet", sagte Teubner. In einer vergleichbaren Klage gegen die Sparkasse Leipzig hatte das Oberlandesgericht Dresden jetzt ein wegweisendes Urteil gefällt und zugunsten der Verbraucher entschieden. Dabei geht es laut Teubner teilweise um Rückerstattungen von 3000 bis 12.000 Euro pro Sparer.

Konkret hatten die Richter die Zinsklauseln in Prämiensparverträgen mit flexiblem Zinssatz der Sparkasse Leipzig für unwirksam erklärt. Allerdings gilt das Urteil zunächst nur für Leipzig, das Gericht hat zudem eine Revision zugelassen.

Für eine Klage gegen die Sparkasse Vogtland gibt es noch keinen Termin, betroffene Prämiensparer können sich noch anmelden, so Teubner. Noch unklar ist, welche Bedeutung das Urteil für Kunden anderer Banken hat. Es komme darauf an, ob ihre Verträge mit den Leipziger Prämiensparverträgen vergleichbar sind. Teubner: "Dies wäre bei einer rechtlichen Beratung zu prüfen."

Die Kreisvorsitzende der Partei Die Linke, Janina Pfau, hat indes an den Vorstand der Sparkasse Vogtland appelliert, eine Einigung mit der Verbraucherzentrale Sachsen im Sinne der vogtländischen Sparer zu finden. Die Verbraucher seien gerade jetzt auf eine faire Behandlung im Finanzwesen angewiesen. (stadl)

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