Koi-Maler hilft Tierschützern

Ein Werk von Uwe Reinert soll zugunsten des Vereins versteigert werden. Dieser kann das Geld für sein Tierheim gut brauchen.

Auerbach.

Bis vor Kurzem wusste Uwe Reinert nicht mal, dass es einen Tierschutzverein Auerbach und Umgebung gibt: "Wenn ich was wissen wollte, etwa zum Thema Ringelnattern oder zur Hilfe für kleine Igel, habe ich beim Natur- und Umweltzentrum in Oberlauterbach angerufen", sagt der Künstler, der als "Koi-Maler" bekannt ist. Tiere und Natur sind ihm von jeher wichtig, davon zeugen unter anderem jede Menge Nistkästen und ein selbst gebautes Insektenhotel in seinem Garten. Erst durch die Facebook-Offensive der neuen Vereinsleitung wurde Reinert auf die Tierschützer aufmerksam und schaute sich in deren Falkensteiner Domizil um.

Was er sah, hat ihn ziemlich geschockt: Ein Haus mitten in der Stadt, ohne Küche und Außengelände, dafür mit Ofen und Plumpsklo. Selbst fließendes Wasser fehlt im Erdgeschoss. "Hilfe ist hier dringend nötig, eigentlich bräuchten die ein Tierheim im Grünen", meint Reinert. Dazu kann er dem Verein nicht verhelfen - aber er entschloss sich, eines seiner Bilder zugunsten der Tierschützer versteigern zu lassen. Diese nahmen das Angebot gerne an, beim Familientag am 5. Mai in Auerbach soll das Bild präsentiert werden. "400, 500 Euro müssen mindestens reinkommen", meint der Künstler, der in "Uwes kleiner Malfabrik" in der ehemaligen Vogtlandwäsche an Lauckners Kreuzung auch Kurse anbietet. Vor ein paar Jahren habe er bereits Unicef mit einer solchen Bild-Versteigerung in Hamburg unterstützt, das habe sehr gut funktioniert. "Mal sehen, ob auch Auerbacher für den guten Zweck ordentlich Geld locker machen", sagt der gebürtige Braunschweiger.


"Mikomi", übersetzt "Weg der Hoffnung", heißt das Bild, das er dem Verein stiftet. Wie fast alle seiner Werke ist es auf japanischem Zeitungspapier gemalt. Im Schnitt braucht der Rentner 60 bis 90 Stunden für ein Bild. www.koimaler.de

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