Konzert füllt Spendenkasse

Ein Zusammenspiel aus Sopranstimme und Orgelklängen haben die Gäste des Benefiz-Erntedankkonzertes am Sonntag in Treuen erlebt.

Treuen.

Die Spendenkasse der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Treuen ist seit vorgestern um einiges reicher. Zum Erntedankkonzert mit Benefizcharakter in der St.-Bartholomäus-Kirche hinterließen die etwa 100 Zuhörer 857 Euro zugunsten der Gotteshaus-Sanierung. Zuvor erlebten sie einen bis dahin noch nicht gebotenen Hörgenuss. Mit Luise Küttler und Marian Preusker machten zwei Kantoren eine Stunde gemeinsame Sache: Sie per Sopranstimme, er an der Eule-Orgel. Ausgewählt hatten sie Arien, Lieder und Psalmvertonungen aus verschiedenen Jahrhunderten bis zur Gegenwart, unter anderem aus der Feder von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Thèodore Dubois.

Marian Preusker ist für die Kirchenmusik an St. Bartolomäi zuständig, Luise Küttler stammt aus Eich und trat 2009 ihren Dienst in Kirchberg an. Obwohl sie erstmals gemeinsam vor Publikum standen, sind sich beide musikalisch nicht fremd. "Sie hat schon dreimal mit unseren beiden Jugendchören kooperiert", erzählte Preusker. Er ging davon aus, dass es eine solche Hörgelegenheit irgendwann wiedergeben wird. Die würden wohl auch die sichtlich ergriffenen Zuhörer begrüßen. Ihre wie für Arien gemachte Stimme schulte Luise Küttler ausschließlich im Kirchenmusikstudium. Jeder Kantor habe sein Spezialgebiet, sagte sie. "Ich gehe gerne in die Gesangsrichtung."

Im kommenden Jahr wird lediglich ein eingeschränkter Veranstaltungsbetrieb in der Kirche möglich sein. Dann beginnt die Sanierung im Innern. Wände werden von Rissen befreit und gestrichen, Verzierungen restauriert und die Deckenflächen mit einem neuen Anstrich versehen. Dort angebrachte Stuckelemente erhalten Pfarrer Stefan Konnerth zufolge eine Vergoldung. "Damit wird die Decke in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt", sagte er. "Vieles ist im Laufe der Zeit aus Geldmangel übertüncht worden." Auch den tragenden Säulen steht eine Überholung bevor. Möglicherweise werde deren Marmorierung wieder freigelegt, berichtete der Pfarrer. Das entscheidet sich aber erst, wenn die Restauratoren ihre Arbeit aufnehmen. Zu guter Letzt sollen noch die Bankreihen mit frischer Farbe überzogen werden. Das steht laut Konnerth aber relativ weit hinten auf der Vorhabenliste. Erst werde das historisch Bedeutsame erledigt.

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