Kuhfladen entscheiden über den Gewinn von 100 Euro

Zum sechsten Mal hat Gospersgrün am Samstag Dorffest gefeiert. Jetzt mit im Programm: ein spaßiges Kuhroulette.

Gospersgrün.

Hundert Meter im Quadrat misst der Roulettetisch. Unter den Füßen der Spieler wächst Gras. Beim etwas anderen Glücksspiel als Höhepunkt des 5. Gospersgrüner Dorffestes am Samstag stehen Spaß und Vergnügen im Mittelpunkt: Zum ersten Mal hat der Dorfverein ein Kuhroulette ausgerichtet - samt echter Kuh vom Bauern nebenan.

Zur Tat schreiten konnten die Teilnehmer erst, nachdem das letzte der 100 Lose aus dem Topf gezogen wurde. Kaum hatte man sich gleichmäßig über das eingezäunte Wiesenstück am Dorfplatz verteilt, kam das Tier ins Spiel. Dann war Warten angesagt - und dirigieren. "Der Spieler auf dem Feld, wo die Kuh ihr Geschäft macht, gewinnt 100 Euro", erläuterte der angehende Vereinschef Marcus Lenk wichtige Regeln. Bedeckt der Fladen eine Linie, wird die Summe durch zwei geteilt. Fällt er auf einen Punkt, an dem vier Felder zusammentreffen, sind ebenso viele Spieler um 25 Euro reicher. Die Kuhroulette-Idee stammte von Jörg Fedek. "Ich bin nach Gospersgrün gezogen. Dort, wo ich vorher gewohnt habe, gab es das schon", sagte der 2. Vorstand. Bis kurz vor Mitternacht ließ sich Kuh Lilly Zeit mit dem ersten Kuhfladen. Der landete auf einer Linie, somit teilten sich zwei Jungs in das Preisgeld.

Basteln, Stockbrot backen, Gummistiefel-Weitwurf, Hüpfburg und ein Tiefkühlschrank voller Eis warteten bei tropischen Temperaturen auf kleine Besucher. Am Abend legte DJ Jens im Zelt heiße Scheiben für die Erwachsenen auf. Mit Ausnahme der Musik pflegt der Dorfverein alles in Eigenregie zu erledigen. Von der Bespaßung bis zur Verköstigung. Und so gut wie alle der knapp 35 Mitglieder packen mit an. Weil auch die Zeit bei den überwiegend jüngeren Frauen und Männern knapp bemessen ist, wird das Fest bewusst klein und gemütlich gehalten. Zur Premiere vor sechs Jahren kam man allerdings ordentlich ins Schwitzen. Knapp 350 Gäste drängten sich auf dem Platz. Damals hatte sich der Verein frisch gegründet.

Über 100 Einwohner zählt der Treuener Ortsteil, entsprechend viele Gäste kommen aus dem Umland. Man besucht sich gegenseitig. Was den Organisatoren von drei Festen pro Jahr fehlt, ist ein Vereinshaus und Stromkasten. Die nötige Energie lieferten die Mitglieder bislang selber.

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