Kultur im Vogtland: CDU will Einigung

Die Christdemokraten im Kreis kündigen beim Neujahrsempfang die Bildung einer Arbeitsgruppe an. Ihr soll auch Knut Kirsten aus Auerbach angehören.

Plauen/Auerbach.

In die offenen Fragen der künftigen Kulturfinanzierung im Vogtland kommt Bewegung: CDU-Kreischef Sören Voigt hat während des Neujahrsempfangs seiner Partei die Gründung einer Arbeitsgruppe angekündigt, mit der die CDU das Thema intern diskutieren und eine Einigung versuchen will. Das gehört laut Voigt zu den Schwerpunkten, die sich die Christdemokraten im Vogtland dieses Jahr neben dem anstehenden Bundestagswahlkampf vorgenommen haben.

Zu der Arbeitsgruppe sollen die Kreisräte Lutz Kowalzick aus Plauen und Knut Kirsten aus Auerbach gehören. Diesen Vorschlag will Voigt in dieser Woche dem Kreisvorstand seiner Partei machen. "Wir müssen mal die Karten auf den Tisch packen, was wir uns in Zukunft vorstellen", sagte der Landtagsabgeordnete Voigt. "Mal sehen, ob es uns gelingt, uns zu einigen", so Voigt - wohlwissend, dass die CDU in einer Kernfrage bisher gespalten ist: Ihre Stadträte in Plauen plädieren für die Beteiligung der Landkreise am Theater Plauen-Zwickau, im Kreistag ist die CDU bisher mehrheitlich dagegen.

Als weitere Themen nannte der CDU-Kreischef Verbesserungen in der Wirtschaftsförderung sowie die Debatte über eine Müllverbrennung und das Abfallsystem in der Region.

Der Neujahrsempfang mit mehr als 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft fand im Plauener Volvo-Autohaus Liebhaber statt, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen begeht. Für langjährige Zugehörigkeit zur CDU wurden während des Empfangs einige Mitglieder geehrt: Für 25 Jahre Jutta Weis, Gerhart Haas und Ingo Eckardt, für 40 Jahre Rainer Schmidt. Für 50 Jahre erhielt Hansgünther Fleischer eine Ehrennadel.

Ex-Staatsminister Steffen Flath, heute Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates, hielt eine Festrede zum Thema "Freie Medien - eine Säule der Demokratie". In einem Grußwort rief Bundestagskandidatin Yvonne Magwas ihre Parteifreunde auf, in Zeiten der Angst mehr Entschlossenheit und Zuversicht zu vermitteln, freiheitliche Werte und Demokratie zu verteidigen. Für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf zeigte sich CDU-Kreischef Voigt zuversichtlich. "Wer Gutes sagt und tut, wird auch Gutes erfahren", zitierte er einen Bibelvers. Den hatten ihm seine Eltern zum Jahresabschlussgottesdienst gezogen: "Das ist Tradition in unserer Familie."

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