Kulturbund hofft auf Nachwuchs

Erich Riedel folgt Friedhelm Wappler als Leiter Ortsgruppe Lengenfeld. Was er sich auf die Fahnen geschrieben hat.

Lengenfeld/Treuen.

Der Kulturbund ist in die Jahre gekommen, nicht nur geschichtlich betrachtet, sondern auch personell. 1945 gegründet, 1990 in den Vereinsstatus gehoben, gehören zum Ortsverein Lengenfeld 150 Mitglieder, die im Durchschnitt das 70. Lebensjahr vollendet haben. Der Ortsverein hat einen neuen Vorsitzenden: Erich Riedel aus Waldkirchen.

Riedel ist promovierter Agrarwirtschaftler und liegt mit seinen 65 Lebensjahren knapp unter dem Altersdurchschnitt. Er hat sich vorgenommen, den Kulturbund zu verjüngen. Riedel löste Friedhelm Wappler ab, der fünf Jahre an der Spitze der Lengenfelder Ortsgruppe stand.

In der Überalterung sieht der Vorsitzende ein ernstes Problem: "Wenn wir langfristig den Kulturbund am Leben erhalten wollen, muss es uns gelingen, jüngere Mitglieder zu werben." Für Riedel steht fest: "Der Kulturbund bereichert das kulturelle Leben der Stadt." Im Kulturbund ist Riedel kein Neuling, in der Führungsriege schon: "Ich gehöre dem Kulturbund seit 20 Jahren an, bin aber erst seit einem halben Jahr im Vorstand." Der neue Vorsitzende sagte, er habe sich nicht um dieses Ehrenamt bemüht, aber: "Es zeichnete sich ab, das Friedhelm Wappler, der kürzlich seinen 81. Geburtstag feierte, den Vorsitz abgeben würde. Da sich kein Nachfolger fand, habe ich mich entschlossen, die Verantwortung zu übernehmen." Die Zeit dafür sei günstig: "Ich bin seit diesem Jahr Rentner", so Riedel.

Er tritt nicht nur das Erbe von Wappler an, sondern auch das von Gottfried Seltmann, der den Kulturbund viele Jahre leitete und prägte. "Ich sehe meine Aufgabe also auch darin, die vielen aktiven Gruppen in ihrer Arbeit zu bestärken und die Arbeit meiner Vorgänger fortzuführen", so der Vorsitzende. Dazu gehören auch die Kulturbundgespräche zu verschiedene Themen sowie Lesungen und die Kulturbundreisen.

Der Vorsitzende möchte die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen intensivieren: "Gewerbeverein, Stadtmuseum, Feuerwehrmuseum und alle anderen Vereine leisten eine wertvolle Arbeit. Wir müssen an einem Strang ziehen. Es ist daher auch der Plan des Kulturbundes, dem noch zu gründenden Förderverein des Stadtmuseums beizutreten."

40 Berufsjahre verbrachte Erich Riedel in der Landwirtschaft, ganz davon lassen kann er immer noch nicht. "Ein paar Tiere halten wir uns privat, darunter Hühner und Kaninchen." Die frisch gewonnene freie Zeit will der Senior aber auch nutzen, um sich intensiver mit seiner Familie zu beschäftigen, um die Enkelkinder zu besuchen oder eben um sich ehrenamtlich zu engagieren.

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