Kur für Rebesgrüner Park samt Denkmal

Laubbäume, Rosen und andere Sträucher sollen künftig das Areal am ehemaligen Rathaus dominieren. Eine Überraschung gab es im Untergrund.

Rebesgrün.

Im Moment ist vom Rebesgrüner Park nur noch eine Art Schlammwüste geblieben: Sämtliche Bäume und Sträucher sind gerodet worden, mit Ausnahme der riesigen Tanne, die alljährlich als Rebesgrüner Weihnachtsbaum dekoriert wird. "Das war ja alles zugewuchert, zu einer Art Urwald", sagt Ortsvorsteher Stefan Fischer. Ein Großteil der Nadelbäume sei von Schädlingen befallen gewesen. Auf Anregung des Ortschaftsrats hat die Stadt Auerbach nun die Umgestaltung der Fläche unmittelbar neben dem früheren Rebesgrüner Rathaus in Angriff genommen. "Unsere Vorschläge wurden aufgenommen", so Fischer. "Wir freuen uns sehr, dass das nun ein schönes Objekt wird."

Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Auerbacher Stadtverwaltung auf 57.000 Euro, es fließt Fördergeld aus dem Leader-Programm. 4800 Euro kommen aus dem Budget der Ortschaft Rebesgrün hinzu. Gepflanzt werden sollen möglichst noch in diesem Jahr sieben Bäume: Ahorn, Birken, Linden, aber auch eine Tanne als künftiger Weihnachtsbaum. Um das Kriegerdenkmal herum sind 26 blühende Großsträucher vorgesehen, darunter auch Rhododendren. Auf weiteren 100 Quadratmetern wollen die Planer niedrige blühende Sträucher pflanzen, zum Beispiel Rosen.

Zwei Wege, belegt mit bräunlichem Betonpflaster und insgesamt 85 Meter lang, führen künftig durch das Areal. Besucher können sich dann auf zwei Bänken niederlassen, für Kinder wird ein Spielgerät mit Schiebe-Elementen aufgestellt. Auch ein Abfallbehälter und eine Hundetoilette sind vorgesehen.

Generalsaniert wird auch das Kriegerdenkmal für die gefallenen Rebesgrüner des 1. Weltkrieges. An dem Mahnmal aus Thüringer Muschelkalk hat Steinmetz Lothar Petter immer noch eine Menge zu tun. Zunächst hat er es per Sandstrahler von Moos und anderen Verunreinigungen befreit und die Risse und Unebenheiten ausgeglichen. "Sinnvoll wäre es, das Ganze noch zu versiegeln, damit es auch sauber bleibt", sagt Petter. Im bisherigen Leistungsumfang sei das aber noch nicht vorgesehen.

Zurückbekommen soll das Denkmal die Namen der Gefallenen, von denen nicht mehr viel übrig geblieben ist: Zu DDR-Zeiten habe man sie abgeschliffen, erinnert sich Zeitzeuge Horst Wittig (75). Künftig werden sie auf Plexiglas-Tafeln nachzulesen sein. Bei der Vorbereitung für den Wegebau stießen die Bauleute überraschend auf einen alten Schacht, über den früher offenbar das Rathaus-Abwasser entsorgt wurde. Doch nach Angaben von Stadtsprecher Hagen Hartwig ist das kein Problem: "Er behindert die Arbeiten nicht, und bleibt, wo er ist."

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