Landkreis muss Krackes Anwalt zahlen

Ex-Bürgermeister erhält vor Gericht Schadenersatz

Plauen/Mühlental.

Das Landgericht Zwickau hat den Vogtlandkreis am Freitag zu Schadensatz verurteilt - im Rechtsstreit von Mühlentals Ex-Bürgermeister Andreas Kracke (Mühlentalfreunde) gegen den Kreis. Höhe der Summe: 744,94 Euro nebst Zinsen. Dabei handelt sich um Kosten von Krackes Anwalt. Er war 2018 gegen zwei Kreis-Bescheide gegen Kracke vorgegangen. Diese waren bei Gericht als rechtswidrig eingestuft worden. Im übrigen wies das Landgericht Krackes Klage ab. Er hatte verlangt, dass ihm eine Entschädigung nach Gerichts-Ermessen gezahlt wird, mindestens 10.000 Euro - wegen Verletzung seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts.

Das Gericht übte scharfe Kritik am Agieren der Kreisbehörde gegenüber Kracke. "Grob fehlerhaft" seien sowohl ein Bußgeldbescheid gegen Kracke als auch seine vorläufige Suspendierung als ehrenamtlicher Bürgermeister gewesen. Letztere kam, nachdem Kracke im Krankenstand an einer privaten Feier teilnahm, auf der ein Unbekannter - aber nicht Kracke - "Sieg Heil" rief. Das dazu eingeleitete Strafverfahren gegen unbekannt wurde eingestellt.

Kracke habe indes keinen Anspruch auf Schmerzensgeld, urteilte das Gericht. Seine Rechte seien nicht in schwerwiegender Weise verletzt worden. Denn Entscheidungen in seinem Sinne zu den rechtswidrigen Bescheiden hätten das Beeinträchtigen seiner Rechte kompensiert. (hagr)www.freiepresse.de/kracke


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