Landwüst putzt sich heraus

Der Ortsteil mit dem bekannten Vogtländischen Freilichtmuseum lädt zur großen Sause ein. Bis zum Sonntag geht die 700-Jahr-Feier.

Landwüst.

Wörtlich genommen, widerlegt der 290-Seelenort in diesen Tagen seinen Namen: Er ist bunter als sonst und hat sich aus gutem Grund besonders herausgeputzt.

Was bereits am vergangenen Wochenende zunächst nur zaghaft in Angriff genommen wurde, weil es wider Erwarten noch einmal schneite und die Mühen zu zerstören drohte, lief danach bis Donnerstag auf Hochtouren: Fast vor jedem Grundstück sitzen, stehen, hocken und rekeln sich seltsam anmutende Figuren. Handwerker und Bauern sind aufgestellt oder Szenen und Daten auf humorvolle Weise nachempfunden worden, die alle etwas zu tun haben mit der Geschichte von Landwüst und der ersten urkundlichen Erwähnung vor 700 Jahren: Schmied bei der Arbeit, Hausfrau am Waschbrett, Bauer beim Sensendengeln, Ehepaar beim sonntäglichen Kaffeetrinken und ähnliche Situationen aus dem Alltag. "Einen Festumzug wie zur 650- oder 675-Jahr-Feier haben wir diesmal nicht auf die Beine gestellt. Das wäre nicht zu schaffen gewesen", sagt Ortsvorsteher Wolfgang Sieber.


Das Austüfteln von Ideen begann im Oktober und deren Umsetzung ist wegen des geplanten Programms für jede Generation auf viele Schultern verteilt. "Alle Vereine aus dem Ort haben sich beteiligt und leisten einen Beitrag: Freiwillige Feuerwehr, Kegelverein, Ortschaftsrat, Kulturverein, Museum, Kirchgemeinde und auch Privatpersonen", hebt Mirko Wölfel als Mitorganisator hervor.

Am heutigen Samstag findet auf dem Gelände des Freilichtmuseums (der Eintritt ist ganztägig frei) nicht nur eine Schau historischer Feuerwehrfahrzeuge statt, sondern auch die 27. Vogtländische Handdruckspritzen-Meisterschaft, für die sich nach den Worten von Mirko Wölfel zwölf Wehren angemeldet haben, darunter Titelverteidiger Rodewisch. Beginn ist 12 Uhr. Für musikalische Abwechslung sorgen den ganzen Nachmittag über das Jugendblasorchester des Gymnasiums Markneukirchen und die Gruppe Kraizdaquer, am Abend die Band Halb so wild mit Coverrock. Zum Programm gehören außerdem unter anderem ein buntes Markttreiben, Kurzweil für die Kinder, Vorführungen von historischem Handwerk und Rundgänge in der Kirche.

Am Sonntag ist auf dem Museumsgelände (mit Eintrittspreis) eine Schau nostalgischer Traktoren mit Korso durch den Ort geplant. Zu den Instrumenten greifen beim Frühschoppen die Dreiländereckmusikanten und ab 14.30 Uhr Brezel Brass. Ganztägig locken Markttreiben und Angebote für Kinder.

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