Leoniden am Himmel

Sternschnuppenschauer erreicht jetzt größte Intensität

Rodewisch.

Wer eine Sternschnuppe sieht, der darf sich etwas wünschen, heißt es. Wer in der Nacht zum Mittwoch viel Ausdauer mitbringt, der kann die Leoniden beobachten - einen Sternschnuppenschauer, der im November seine Bahn zieht. Die beste Beobachtungszeit beginnt nach Mitternacht, so Olaf Graf, Leiter der Sternwarte Rodewisch. Die Sternwarte selbst kann aufgrund der Corona-Vorschriften derzeit keine öffentliche Beobachtungen anbieten.

"Die Leoniden erreichen in der Nacht zum Mittwoch ihr Maximum. Dann sind bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen", erklärt Graf. Da derzeit fast Neumond herrscht - also der Erdtrabant kaum am Nachthimmel in Erscheinung tritt - wäre die Zeit zur Beobachtung bei wolkenfreiem Himmel ausgesprochen günstig.

Auch an den folgenden Tagen sind Sternschnuppenschweife am Nachthimmel zu sehen. Die Beobachtungszeit reicht bis Ende des Monats. "Eigentlich sind das ganze Jahr über Sternschnuppen am Himmel zu sehen", sagt Graf. Zu einer gewissen Bekanntheit haben es neben den Leoniden die Perseiden gebracht, ein Sternschnuppenschauer, der im August zu sehen ist. Nach Meinung von Olaf Graf stehlen sie sogar den Leoniden die Schau. Das liege daran, dass es im November meist bedeckt ist und die Sternschnuppen schlechter als im Sommer zu sehen sind.

Aber ganz gleich, wann Sternschnuppen zu sehen sind: Wen man sie sieht und sich etwas wünscht, sollte man es für sich behalten. (lh)

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