Lied vom Vugelbeerbaam lässt Treuener Markt schunkeln

Das Stadtpicknick brachte die Leute in Treuens Mitte zusammen und sorgte für Gesprächsstoff - zum Beispiel über schöne Häuser.

Treuen.

Als Ute und Ralf Seidel das Lied vom "Vugelbeerbaam" auf dem Marktplatz anstimmten, schunkelten und sangen viele der Picknickgäste vergnügt mit. Das Paar aus Perlas gab gestern zum Stadtpicknick einiges aus seinem Repertoire zum Besten. Die Stadt und die Kulturbanausen riefen als Organisatoren der Aktion dazu auf, Instrumente und Liedtexte mitzubringen. Obwohl sich die Besucher bei der kalten Witterung warm anziehen mussten, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Bevor Eltern, Kinder und Erzieher aus der Eicher Kita "Die kleinen Strolche" ein Lied zum Muttertag anstimmten, gab es ordentlich was zu futtern. Von selbst gebackenem Kuchen bis zu herzhaften Naschspießen war alles dabei. Wer wollte, konnte sich vom Bäckerstand frische Brötchen und Kaffee holen.

Von dieser Atmosphäre ließen sich auch Artemisia Wirth und Nadia Beck anstecken. Die Schüler vom Rodewischer Pestalozzi-Gymnasium griffen zur Gitarre. "Wir haben uns erst am Abend vorher für einen kleinen Auftritt entschieden", verrieten die Freundinnen, die in der Musikschule Rodewisch unterrichtet werden.

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Pünktlich um 10 Uhr begrüßte Bürgermeisterin Andrea Jedzig (CDU) die Picknick-Gäste. Anlässlich des Tages der Städtebauförderung lud die Rathaus-Chefin auch zu einem Rundgang ins Stadtarchiv ein. Dort eröffnete die Ausstellung "Treuens schönste Gebäude". Neben den baulichen Besonderheiten geht es auch um die Geschichten zu den ehemaligen Hausbesitzern. Die Idee dazu hatte die Historikerin Jasmin Hain. Seit Anfang des Jahres ist die junge Frau für die Archivarbeit verantwortlich. Ihr fiel auf, dass es gemessen an der Einwohnerzahl vergleichsweise viele historisch-wertvolle Gebäude im Treuener Stadtgebiet gibt. Die Dokumentation zeigt historische Ansichten und Zeichnungen sowie den gegenwärtigen Zustand der Gebäude. "Mit der Ausstellung wollen wir uns auch bei den Besitzern bedanken, die mit ihrem Engagement zum Erhalt der Gebäude beigetragen haben."

Dazu zählen Heike Lutz und Thomas Gehrmann. Die Bauingenieure bewohnen das um 1900 gebaute Haus an der Walther-Rathenau-Straße 4. Gemeinsam mit vielen anderen Hausbesitzern schauten sie sich gestern zur Eröffnung der Schau im Archiv um. "Wir finden die Idee wirklich ganz toll", sagte die Ururenkelin des Erbauers.

Laut der Archiv-Chefin könne die Ausstellung jederzeit erweitert werden. Man sei weiter auf der Suche nach dem Besonderen. "Das kann auch eine wertvolle Decke sein."

Das positive Echo auf das Stadtpicknick in Verbindung mit der Ausstellungseröffnung freute auch die Mitglieder vom Verein Kulturbanausen. Die blicken bereits auf die nächsten Höhepunkte im Stadtleben. Am 24. Mai wird am Vorabend des Treuener Hutzentages ab 19 Uhr auf den Marktplatz zur Filmnacht mit einem historischen Beitrag zum Treuener Hof eingeladen. Cineasten können sich auf den Streifen "Alles steht Kopf" freuen.

Die Ausstellung im Treuener Stadtarchiv kann von Montag bis Freitag zu den Rathaus-Öffnungszeiten besucht werden.

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