Linke ordnen Ortsverbände neu

Janina Pfau ist erneut zur Vorsitzenden des Kreisverbands gewählt worden. Eine Entscheidung aus Berlin sorgte beim Kreisparteitag für Entsetzen.

Plauen/Auerbach.

Der vogtländische Kreisverband der Partei Die Linke verurteilt die Entscheidung der Berliner Finanzverwaltung, der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Dazu verfassten die Linken bei ihrem Vogtland-Parteitag am Samstag in Triebel einen entsprechenden Beschluss. "Während der ADAC oder der FC Bayern als gemeinnützig gelten, ist das für die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes - Bund der Antifaschisten nun nicht mehr der Fall. Das verurteilen wir stark. Der Verein engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus", sagte Janina Pfau, die ohne Gegenkandidat erneut zur Vorsitzenden des Kreisverbands gewählt wurde.

Doch nicht nur die aktuelle Entwicklung in Berlin war Thema beim Kreisparteitag. Dort wurde für die nächsten zwei Jahre auch ein neuer Vorstand gewählt. Pfaus Stellvertreter sind wie bisher Petra Rank (Ortsverband Plauen) und neu: Lars Legath (Ortsverband Oelsnitz).

Der Plauener Maik Schwarz ist neuer Kreisschatzmeister, bisher war er dessen Stellvertreter. Diese Rolle übernimmt nun Ilka Reißner. Jan Windisch wurde als Kreisgeschäftsführer in seinem Amt bestätigt. Ann-Kathrin Legath, Jeannette Haase-Pfeuffer, Elke Jakobs, Patrick Müller, Lukas Günther und Johannes Höfer sind weitere Vorstandsmitglieder.

Neu sind auch die Strukturen der Ortsverbände - zumindest im Oberland. Aus drei kleineren Verbänden ist dort die größere Vereinigung Oberes Vogtland entstanden. "Unsere Genossen werden älter. Je größer die Verbände, umso besser können wir die Arbeit auf mehr Leute verteilen. Zusammenschlüsse sollen jedoch freiwillig sein, wir werden niemanden zwingen", so Pfau. Insgesamt gibt es jetzt noch sechs statt bisher acht Ortsverbände im Vogtland: Reichenbach und Umgebung, Plauen und Umgebung, Göltzschtal, Muldenhammer, Treuen-Lengenfeld und den neuen Ortsverband Oberes Vogtland.

Neu organisieren will Kreis-Chefin Pfau auch die Kommunikation mit den Genossen. So wurde beim Parteitag beschlossen, die Kreiszeitung einzustellen. "Die ist im Ehrenamt nicht mehr zu schaffen", sagte Pfau. Stattdessen sollen künftig Infobriefe und Themen-Flyer über Aktuelles informieren. Ziele des Linken-Kreisverbands für die kommenden zwei Jahre laut Pfau: "Wir wollen wieder besser an die Bürger herankommen und das Thema, das wir am besten beherrschen, in den Vordergrund rücken: Soziales." Ihre regionalen Mandate - etwa als Kreisrätin - will die 36-jährige Mechelgrünerin trotz ihrer neuen Tätigkeit als Landesgeschäftsführerin der Linken auch weiterhin ausüben.

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