Linke warnt vor einseitigen Ermittlungen nach Anschlag

Politiker bestürzt über Brandstiftung gegen Rodewischer Baufirma

Rodewisch.

Mit einer Erklärung, in der "politisch motivierte Gewalt, ob gegen Menschen oder Gegenstände, als Mittel der politischen Auseinandersetzung" abgelehnt wird, hat der Kreisverband der Partei Die Linke auf den Brandanschlag gegen den VSTR Rodewisch reagiert. "Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum es ein erfolgreiches Unternehmen im Vogtlandkreis getroffen hat, welches sich im Gegensatz zu vielen anderen seiner Verantwortung für unsere Region bewusst ist und ein wichtiger Arbeitgeber für das Vogtland ist", erklärte Kreisvorsitzende Janina Pfau.

Auf dem VSTR-Betriebsgelände waren in der Nacht zu Dienstag vier Baufahrzeuge durch Brandstiftung beschädigt worden, der Sachschaden wird auf 400.000 Euro geschätzt. Die Polizei geht nach einer früheren Brandstiftung auf einer VSTR-Baustelle am Gefängnisneubau in Zwickau, einem Anschlag gegen einen Baubetrieb in Bautzen und Vorfällen in Leipzig von einer "politisch linksextremistisch motivierten" Straftat aus. Am Mittwoch kündigten Sachsens Innen -und Justizminister die Bildung einer Sonderkommission "Linx" an, die dazu ermitteln soll. Ebenfalls am Mittwoch war ein mutmaßliches Bekennerschreiber aufgetaucht, das den Anschlag auf das VSTR-Gelände als Sabotageakt gegen den Gefängnisbau darstellt.

Linksextremistische Vorfälle seien im Vogtland, im Gegensatz zu rechtsextremistischen Vorfällen, eine Ausnahme, erklärt Linken-Kreischefin Pfau. "Wichtig ist, dass die Ermittlungsbehörden in alle Richtungen ermitteln. Es wäre nicht die erste Straftat, die nur zum Schein ihren Ursprung in der linken Szene hat." Ihre Forderung: Der Anschlag gegen den VSTR dürfe nicht als "argumentatives Feigenblatt für die Einrichtung einer Sonderkommission genutzt werden", welche auf politischen Druck hin einen einseitigen Ermittlungsfokus habe.

Bereits nach dem Brandanschlag hatten Politiker der CDU ihre Bestürzung über den Anschlag gegen den VSTR zum Ausdruck gebracht. Rodewischs Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) sagte dem "wichtigen Arbeitgeber unserer Region" Unterstützung zu.

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