Löschangriff: Gastgeber markieren Schlusslicht

Der Feuerwehrnachwuchs aus Werda, Theuma und Tirpersdorf trat am Samstag gegeneinander an. Der Trainer der Werdaer ist trotzdem zufrieden.

Werda.

Wasserversorgung herstellen, Pumpe anwerfen, Schläuche schnappen, damit wie der Wind zum Brandort sausen und löschen, was das Zeug hält. Mit einem Schau-Wettkampf zeigten Jugendfeuerwehren des Verwaltungsverbandes Jägerswald am Samstag beim Sommerfest der Werdaer Kameraden, was sie schon drauf haben. Drei Mannschaften traten zum Kräftemessen auf der 75 Meter langen Strecke an. Zwar machten ihnen am Ende die Theumaer und Tirpersdorfer den Sieg streitig. Und natürlich schmerzte der letzte Platz. Zufrieden war Lucas Köhler mit seiner Acht-Mann-Truppe aber trotzdem.

"Unter einer Minute zu bleiben, war unser persönliches Ziel beim Üben", sagte der Werdaer Jugendwart. Diese Hürde nahmen die Neun- bis Fünfzehnjährigen. "Normalerweise ist das die Disziplin der großen Wehr", gab Köhler zu verstehen. Für den Nachwuchs wurde der Aufbau etwas entschärft. Zwar hantierten die Mädels und Jungs mit gängigen B- und C-Schläuchen. "Wir haben aber schon vorgekuppelt und mit einer Schlauchlänge weniger gearbeitet", so Köhler.

Im Zweijahres-Rhythmus werden solche Löschangriffe organisiert. Immer dann, wenn es bei einer der Feuerwehren im Verwaltungsverband - dazu gehören Werda, Theuma, Tirpersdorf und Bergen - etwas zu feiern gibt. Das vierte Sommerfest mit Zeltbetrieb am Werdaer Depot, Livemusik und eigenen spaßigen Programmbeiträgen stand im Zeichen von 130 Jahren Werdaer Wehr.

Die Zusammensetzung von Dirk Maiwalds Truppe hat Seltenheitswert. "Wir sind die Mannschaft mit dem höchsten Frauenanteil", sagte der Tirpersdorfer. Sechs Mädchen und vier Jungen lernen und trainieren unter seinen Fittichen. Sie holten am Samstag Silber. "Das ist hundert Prozent Teamarbeit und erfordert sehr viel abgestimmte Präzision", sagte der Jugendwart über den Wettkampf. Paul Schmutzler (12), einer seiner Schützlinge und seit sechs Jahren dabei, empfand vor allem eines als Herausforderung: "Das schnelle Kuppeln", sagte er. Trotz ernsthaftem Hintergrund soll der Wettstreit Spaß machen. Dirk Maiwald zufolge kann der Nachwuchs einiges mitnehmen. "So etwas bildet gut die Realität ab." (dien)

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