Märchenstunde im Oldtimer

Privatleute und Einrichtungen bereiten Kindern mit dem Poppengrüner Adventskalender Abend für Abend Überraschungen. Am Nikolaustag hat die Feuerwehr ein besonderes "Türchen" geöffnet.

Poppengrün.

Kinderleicht sind 15 Mädchen und Jungen am Nikolaustag nicht an ihre Überraschung gekommen. Das sechste Türchen des Poppengrüner Adventskalenders war ein mächtiges Tor. Zur dritten Ausgabe sagte die Freiwillige Feuerwehr Neustadt wieder zu und sorgte im alten Depot für strahlende Augen. Nach einer Stärkung hörten die Kinder Weihnachtsgeschichten im ältesten Neustädter Einsatzwagen. Weil dort nicht alle 15 für die anschließende Rundfahrt untergebracht werden konnten, machten die Kameraden kurzerhand ein zweites Löschfahrzeug mobil.

Bis 2008 wurde das Depot im Neustädter Ortsteil Poppengrün für die Unterbringung diverser Gerätschaften und Kleidung genutzt. Seitdem dient es ausschließlich dem Oldie als Unterstand. Das Fahrzeug vom Typ Magirus rollte in den Fünfzigerjahren vom Band und befindet sich nach wie vor im aktiven Dienst. "Es hat eine mächtige Heckpumpe und zirka 1000 Meter Schlauch drauf", begründete Bürgermeister und Ex-Wehrleiter Gerd Zoller, warum ein Ruhestand noch nicht in Frage kommt. Für die Wasserbeschaffung am Brandort ist das 1990 von der Partnerfeuerwehr im oberpfälzischen Edelsfeld zum Geschenk gemachte Gefährt un- verzichtbar. "Gebraucht wird es, wenn lange Wegstrecken zu überwinden sind", so Gerd Zoller. Seit 1967 besitzt Poppengrün keine eigene Feuerwehr mehr. Damals wurden eigenständige Gemeinden zusammengelegt und fünf Neustädter Ortsteile geschaffen.

Der Adventskalender geht auf eine Privatinitiative von Gemeinderätin Ute Franke zurück. Familien, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie die Feuerwehr kennzeichnen ihre Haus- oder Gartentüren mit einer Nummer. Dahinter warten Überraschungen: weihnachtliche Basteleien, Spiele, Bewirtung, Gesang, Garagenkino - oder Tiere von der Echse bis zum Ochsen auf Streicheleinheiten.

Der Kalender kommt mehr als gut an. Zwischen acht und 15 Kinder gehen Abend für Abend mit Ute Franke auf Suche. Oft in Begleitung von Eltern und Großeltern. Öffneten anfangs zwölf Poppengrüner zweimal ihre Türchen, erklärten sich diesmal 22 bereit.

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