Markt im Advent soll mit frischen Ideen punkten

Ausdehnung denkbar - Händler hängen jedoch an ihren Stammplätzen

Plauen.

Ein Bekenntnis zum Weihnachtsmarkt, allen drohenden Coronabeschränkungen zum Trotz, hat Plauens Rathausspitze abgegeben. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) erklärte vor Stadträten, man habe nicht vor, den Weihnachtsmarkt abzusagen, sondern suche mit Gewerbetreibenden nach Wegen, das beliebte Ereignis stattfinden zu lassen - vielleicht nicht nur auf dem Altmarkt, sondern zur Gewährleistung von Abständen "entzerrt" in Richtung Topfmarkt.

Baubürgermeisterin Kerstin Wolf (parteilos) sagte im Stadtbau- und Umweltausschuss: "Es gibt zwei Möglichkeiten: Weihnachtsmarkt absagen oder anders gestalten." Um Enge bei der Veranstaltung zu vermeiden und Abstandsregeln einzuhalten, plädierte sie dort ebenfalls für die Erweiterung in Richtung Topfmarkt. Durch den Abbruch der Bauruine dort und Übernahme der Fläche durch die Wohnungsbaugesellschaft Plauen könnte ein neuer Impuls gesetzt werden. Statt der gewohnten Bühne auf dem Altmarkt wären Bläser-Auftritte am Alten Rathaus auf dem Portal am Standesamt denkbar. "Wir müssen den Weihnachtsmarkt anders denken und aus der Not eine Tugend machen", betonte Wolf. Es gelte, Ideen zu entwickeln.

Neue Wege zu gehen, das ist für die Initiative Plauen interessant. Der Vorstandsvorsitzende Steffen Krebs begrüßte den Aufruf der Baubürgermeisterin. Näheres sei noch nicht besprochen, die Unterstützung der Stadt nötig. Auch er könne sich einen Weihnachtsmarkt vorstellen, der Richtung Malzhaus oder Johanneskirchplatz erweitert wird. Doch er weiß: Viele Händler hängen an ihren Stammplätzen.

In diesem Jahr ist der Markt für vier Wochen angesetzt: vom 24. November bis 22. Dezember. (mit us)

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.