Mehr Verletzte nach Crashs im Vogtland

Fahrten auf den Bundesstraßen durchs Vogtland sind gefährlicher als anderswo. Das ergibt sich aus der aktuellen Unfallstatistik.

Auerbach.

Auf den Straßen im Vogtland hat es im vergangenen Jahr wieder mehr Unfälle gegeben - und damit auch mehr Verletzte. 13 Menschen verloren in Folge von solchen Unfällen in der Region gar ihr Leben. Auf Anfrage hat das Statistische Landesamt in Kamenz die Daten für den Vogtlandkreis jetzt herausgegeben. Dazu sechs Punkte:

Unfälle: War die Zahl der Verkehrsunfälle im Vogtland 2013 gesunken, steigt sie seit fünf Jahren trotz sinkender Einwohnerzahl, aber steigendem Verkehrsaufkommen kontinuierlich an (siehe Grafik). 2018 gab es in dem Zusammenhang 80 Schwerverletzte mehr als noch im Jahr zuvor, insgesamt 358 Personen.


Verkehrstote: Zwei Fußgänger starben voriges Jahr im Vogtland im Straßenverkehr, auch zwei Fahrradfahrer verloren ihr Leben sowie zwei Motorradfahrer. Sieben tödlich Verunglückte waren zuvor in einem Auto unterwegs. Statistisch gesehen waren zwei von drei tödlich Verunglückten älter als 65 Jahre, insgesamt acht Personen.

Verletzte: 963 Menschen wurden voriges Jahr bei Verkehrsunfällen in der Region verletzt. Mehr als 60 Prozent der Verunglückten waren zum Zeitpunkt des Crashs in Autos unterwegs, 13 Prozent auf Mopeds oder Motorrädern. Auch 87 Brummi-Fahrer wurden bei Unfällen verletzt. 143 Unfallopfer waren 18 Jahre oder jünger. Mehr als jeder sechste Verletzte war jedoch 65 Jahre oder älter.

Unfallschwerpunkte: Die meisten Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, geschahen 2018 nicht auf der Autobahn, sondern auf Bundesstraßen - jeder dritte Unfall im Vogtland mit einem oder mehreren Verletzten ereignete sich dort. Zum Vergleich: Sachsenweit betrachtet ist es nur jeder fünfte.

Rettungseinsätze: Der für die Rettungskräfte markanteste Verkehrsunfall passierte im Juli auf der B 92 bei Oelsnitz am Abzweig nach Taltitz, erinnert sich Rettungszweckverbandschef Jens Leistner. Beim Zusammenprall von drei Autos gab es an jenem Tag mehrere Schwerverletzte, zwei Hubschrauber wurden für den Rettungseinsatz angefordert. Eine 66-jährige Frau erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Auch die Polizei stuft diesen Punkt als Unfallschwerpunkt ein.

Autobahn: Auf der A 72 hat der Schwerverkehr in den vergangen Jahren zugenommen, innerhalb von fünf Jahren gar um ein Viertel. Das hatte voriges Jahr die Auswertung von Verkehrszählstellen in Gospersgrün und Heinersgrün ergeben. 45 Unfälle mit Verletzten ereigneten sich voriges Jahr auf dem relativ kurzen Vogtland-Autobahn-Abschnitt.

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