Mineraloge entführt in Quarzwelten von Namibia

Siegfried Schüler berichtet in Falkenstein von einer seiner Expeditionen

Reumtengrün.

Auf Reisen sich am Strand unter Palmen zurückzulehnen, das kam für Siegfried Schüler nicht in Frage. Den Falkensteiner zog es dorthin, wo die Natur interessante Mineralien formte: in Wüsten, Halbwüsten, Steppen und andere menschenleere Gegenden. Anlässlich der jüngsten "Lesestunde auf dem Kanapee" in der vollen Hutzenstube des Reumtengrüner Heimatvereins hat er einen Vortrag über Namibia, dem Ziel einer seiner letzten Sammel-Exkursionen, gehalten.

Mit Vereinskollegen aus dem Vogtland und Thüringen an seiner Seite durchstreifte Siegfried Schüler auf eigene Faust per Geländefahrzeug das ganze Land, startete im südafrikanischen Kapstadt und beendete die Reise an der angolanischen Grenze. Zwischen Start und Ziel lagen nicht nur 1000 Kilometer und vier Wochen, sondern auch etliche Fundstätten. Rauch- und Rosenquarze, Tiger-, Falken- und Katzenaugen, Topase und versteinertes Holz brachten die "Schatzsucher" mit. Einen Großteil davon verkaufte Siegfried Schüler - auch, um damit seine Reisekosten zu finanzieren.

Abgesehen hatten es die Hobby-Mineralogen primär auf Quarze mit Wassereinschlüssen. "Die sind sehr interessant - und sehr begehrt", erklärte Siegfried Schüler. Auch an Diamantminen kamen sie vorbei. Zu Sperrgebieten erklärt, sind diese allerdings tabu. Entlang der Strecke machte die kleine Gruppe auch andere Bekanntschaften: mit Buschjägern, Minenarbeitern, Stadtmenschen und Tieren - vom Erdmännchen bis zum Elefanten.

Siegfried Schüler gehört den Freunden der Mineralogie und Geologie Auerbach an, saß dort lange im Vorstand und war 40 Jahre im Bergbau beschäftigt. Fast 30 Jahre bereiste er zahlreiche Länder. 60 bis 80 große Touren liegen hinter ihm. Australien fehlt noch in seiner Sammlung. Aber dazu wird es nicht kommen. Der Falkensteiner begibt sich nicht mehr auf große Reisen. "Ich werde 82", sagte er.

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