Mit Findus und Familie auf Tour durchs Vogtland

Familie Brumbach gastierte mit ihren Vogtländischen Puppenspielen drei Tage in Treuen. Nun zieht das Zelt weiter.

Treuen/Oelsnitz.

Edmund Brumbach kann zufrieden weiterziehen. Das Puppenspielerzelt seiner Familie, das bis Sonntag in Treuen auf dem Turnerbundplatz stand, war gut besucht, wie er berichtet.

Die Geschichte von Pettersson und seinem Kater Findus zog viele junge Zuschauer mit ihren Familien an. Etwa die Hälfte der rund 200 Plätze im beheizten Zelt war bei allen drei Vorstellungen stets besetzt. Jetzt steuert die Puppenspielerfamilie das obere Vogtland an, macht zuerst in Oelsnitz Station, danach in Adorf und Wohlhausen. "Danach zieht es uns Richtung Thüringen", sagt der Familienvater. Wo genau hin, sei noch nicht entschieden. Eventuell macht das kleine Theater im Sommer noch in Weischlitz Halt.

Torsten Kleditzsch

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Die Familie ist im Wohnwagen unterwegs. Die bekannte Figur Petterson wohnt indes in einem Häuschen am Rande eines schwedischen Dorfes. Der schrullige alte Mann ist knurrig, wortkarg, aber erfinderisch und mit viel Fantasie ausgestattet. Eine Nachbarin empfiehlt ihm schließlich, sich ein Haustier zuzulegen. Wie sich zeigt, hat genau das ihm gefehlt. Er bekommt sein Haustier, einen Kater, ausgerechnet in einer Schachtel mit dem Aufdruck "Findus grüne Erbsen". Damit hat die quirlige Samtpfote seinen Namen weg.

Es folgt eine Geschichte, die Kinder zu Beifallsstürmen bringt und auch zu Tränen rührt. "So ungefähr ein Dutzend Puppen kommen in dem Stück vor", sagt Nadine Brumbach. Vogtländische Puppenspiele heißt ihr Theater, weil sie in Mühltroff bei Plauen ihre Meldeadresse haben. "Zuhause sind wir aber da, wo wir gerade spielen", sagt Nadine Brumbach. Vor etwas mehr als zwei Jahren waren die Brumbachs noch als Zirkus Laretti unterwegs. Nadines Ehemann Edmund war dort der Clown. Doch der eigentliche Beruf der gebürtigen Kielerin ist Puppenspielerin. Jetzt ist sie wieder in ihrem Element. Unterwegs sind auch die drei Kinder des Paares. Die neunjährigen Zwillinge Antonio und Janito gehen immer dort zur Schule, wo gerade gespielt wird. Die dreijährige Kathy bleibt in der Zeit bei ihren Eltern. Seit zwei Jahren reist die fünfköpfige Familie vor allem durch Sachsen und Thüringen. Die Figuren sind keine Eigenproduktion. Die haben die Brumbachs beim Kieler Puppenschnitzer Rudolf Wurst in Auftrag gegeben. "Er hat leider aufgehört", berichtet Nadine Brumbach. Wir hatten Glück, dass wir die Puppen noch bekamen."

"Räuber Hotzenplotz", die klassischen Kasperstücke und der "Rabe Socke" gehören ebenso zum Repertoire wie "Pettersson und Findus" vom schwedischen Autor Sven Nordqvist. Das Puppenspiel, das schon Zweijährige anspricht, dauert eine Stunde.

Die Puppenspieler gastieren ab Freitag in Oelsnitz auf dem Festplatz Elsterwiesen. Vorstellungen sind Freitag und Samstag 17 Uhr sowie am Sonntag 14 Uhr. Vom 24. bis 26. Mai macht das Zelt in Adorf Station, danach in Wohlhausen (30. Mai bis 2. Juni).

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