Morgen öffnet Falkensteins "Haus der Buchstaben"

Ins sanierte Gebäude der Stadtbibliothek zieht zusätzlich eine Begegnungsstätte für alle Generationen ein. Sie soll Angebote machen, die in der Stadt bisher fehlen.

Falkenstein.

Hochbetrieb herrscht derzeit im Gebäude Friedrich-Engels-Straße 20 in Falkenstein: Handwerker montieren Möbel, die Regale der Bibliothek werden mit Büchern befüllt. Am morgigen Freitag wird das bisherige Bibliotheks-Gebäude nach monatelangem Umbau als "Haus der Buchstaben" neu eröffnet. Außer der Bücherei beherbergt es dann die Begegnungsstätte "Vitamin B". Die Kosten des Umbaus werden auf 444.000 Euro beziffert. Zwar fließen Fördermittel aus einem Bund-Länder-Programm, trotzdem müssen 192.000 Euro aus der Stadtkasse aufgebracht werden.

Viola Renger (50) wird die Projekte im "Vitamin B" koordinieren. Die Falkensteinerin ist ansonsten Gemeindepädagogin in der methodistischen Kirche und bekommt hier eine Teilzeitstelle. Das Begegnungszentrum ist jedoch ausdrücklich überkonfessionell und für Menschen aller Generationen und gesellschaftlichen Milieus gedacht. Unterstützt wird die Koordinatorin vom Erlebnispädagogen David Ide (27). Etablieren wollen die beiden unter anderem Begegnungscafé, musische, künstlerische und sportliche Angebote, Hausaufgabenbetreuung, Computer-Lernplattform, Rentner-Netzwerk, Eltern-Kind-Gruppe. Bei Lesenächten für Kinder, Buchlesungen und Poetry-Slam-Veranstaltungen will man mit der auch weiterhin im Haus befindlichen Bibliothek kooperieren. Künftig soll in der warmen Jahreszeit auch eine Terrasse hinter dem Gebäude für ein Außen-Café genutzt werden. "Wir wollen Menschen dabei helfen, ihren Wert und ihre Würde zu erkennen", so Viola Renger. Das Vorhaben wird zunächst bis 2020 aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, der Eigenanteil der Stadt für die Personalkosten liegt bei fünf Prozent.


Für die Bibliothek bedeutet der Umbau des Gebäudes, dass sie Räume einbüßt und laut Leiterin Annette Block (55) etwa drei Viertel ihres Buch-Bestandes aufgeben muss. "Zum Glück konnten wir den Großteil retten, viele Leser haben Bücher übernommen", sagt die Bibliotheks-Chefin. Unter ihrer Leitung war die städtische Bücherei 1993 in die ehemalige Zentralküche der Schulen und Kindergärten eingezogen. "Für die Renovierung war es höchste Zeit, und künftig haben wir auch Platz für Lese-Wettbewerbe", so Annette Block. "Auch das Licht ist besser. Mal sehen, wie das Ganze unseren Lesern gefällt."


Tag der offenen Tür

Die Eröffnung des Begegnungszentrums in der Friedrich-Engels-Straße 20 findet morgen, 16 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür statt. Ab 17 Uhr gibt es ein buntes Kennenlern-Angebot mit Bücher-Quiz, Bastelangebot, Plätzchen backen, Bogenschießen, Techniktüftelei, Musik und mehr.

Jedermann ist eingeladen, sich die neu eingerichteten Räume im "Haus der Buchstaben" anzusehen und das Team des Begegnungszentrums kennenzulernen. (bap)

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