Musikschule Rodewisch startet ins Jubiläumsjahr

Mit ihrem Neujahrskonzert hat die 30 Jahre alte Einrichtung am Samstag den Ratskellersaal Rodewisch gefüllt. Jetzt wird intensiv für "Jugend musiziert" geprobt.

Rodewisch.

Der erste Auftritt im neuen Jahr hat für die Rodewischer Musikschule besondere Bedeutung. Das klassische Neujahrskonzert am Samstag im voll besetzten Ratskellersaal stand am Anfang einer Veranstaltungssaison, in der es Anlass gibt zum Feiern in eigener Sache: Seit drei Jahrzehnten können sich junge Menschen an der Musikschule Rodewisch musikalisch ausbilden lassen.

Mitte des Jahres legt die Schule ihren Geburtstag mit einem kommunalen Meilenstein zusammen. Am 13. Juni wird der sanierte und umgestaltete Postplatz eingeweiht - mit einem Freiluft-Konzert mitten im Stadtzentrum. "Bei dem Konzert stellen wir unsere gesamte Bandbreite vor - von Klassik über Pop bis zur musikalischen Früherziehung", kündigte Vize-Direktor Peter Wappler an. Einen Tag später singen und spielen die Musikschüler beim Gottesdienst in der St.-Petri-Kirche. Das nächste größere Gastspiel ist für die "Nacht der Nächte" am 3. Advent in Ellefeld geplant. Dazwischen finden kleinere Konzerte und Workshops im hauseigenen Veranstaltungszentrum "Kunstwerk" statt.

Wie üblich wird die Musikschule einige ihrer Talente Ende Januar zum Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" schicken. Diesmal sind es insgesamt sieben Saxofonisten, Streicher und Pianisten. An den Start geht auch ein Elfjährigen-Trio mit unterschiedlichem Erfahrungsstand. Nils Blechschmidt aus Stützengrün tritt zum fünften Mal an. Bislang reichte es zweimal für den Sieg, einmal kam er auf Platz zwei.

Für Neela Humbold und Maria Viehweger ist der Wettstreit eine Premiere. Die beiden Mädels aus Bergen und Rodewisch lassen sich seit sechs beziehungsweise dreieinhalb Jahren ausbilden. Neela spielt Violine, Maria Viola. Nils als zweiter Violinist in der kleinen Gruppe setzte vor sieben Jahren erstmals einen Fuß in die Musikschule. "Mein Bruder hat Geige gespielt, und ich wollte das auch", erzählte er. Neela legte den Grundstein noch früher. "Meine Mama hat mir immer Geigenmusik vorgespielt", erinnerte sie sich. Und Maria entdeckte ihre Leidenschaft für Streichinstrumente bei einem beeindruckenden Konzertbesuch.

Im Gründungsjahr 1990 besuchten 120 Kinder und Jugendliche die Rodewischer Musikschule. Aktuell sind es etwa 800. Zwar werden Spitzenleute wie schon vor der Wende besonders gefördert, seitdem gibt es aber auch ein großes Breitenangebot. "Das unterscheidet uns von Musikschulen zur DDR-Zeit", sagte Peter Wappler. "Deshalb haben wir auch keine Nachwuchssorgen. Noch dazu erkennen immer mehr Eltern den Wert einer musikalischen Bildung."

Demnächst komplettiert die Musikschule ihre Gebäudesanierung. Im Laufe der Jahre sind unter anderem der Veranstaltungsraum und ein Café entstanden. "Dort können Eltern auf ihre Kinder warten", berichtete Direktorin Gabriele Oelschlägel. "Das Café ist zu einem regelrechten Treffpunkt geworden und jeden Tag gut besucht."

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