Mutmaßliche Crystal-Dealerin: Staatsanwalt muss nachliefern

Eine Drogendealerin stand am Montag in Auerbach vor dem Gericht. Zu einem Urteil kam es allerdings nicht.

Auerbach/Reichenbach.

Das Verfahren gegen eine mutmaßliche Drogendealerin aus Reichenbach wird ausgesetzt und später neu aufgerollt. Das entschied am Montag Richter Bernd Fischer am Amtsgericht Auerbach. Der Grund: Die Beweislage ist zu dünn, die Staatsanwaltschaft soll nachermitteln und weitere Zeugen befragen. Dabei spricht aus Sicht des Richters viel dafür, dass die 33-jährige Mutter tatsächlich mit Crystal gehandelt hat. Es gibt zum Beispiel Telefonate mit "szenetypischen" Begriffen, die sie belasten. Und sie selbst war lange Zeit drogenabhängig, saß bereits im Gefängnis. Doch die Polizei fand bei der Haussuchung zwar neuwertige Cliptütchen, wie sie für den Rauschgifthandel verwendet werden - aber eben keinerlei Drogen. Nun sollen unter anderem ihre angeblichen Lieferanten befragt werden, die inzwischen rechtskräftig verurteilt wurden. Sie waren am 15. Juni 2018 in Klingenthal erwischt worden, als sie 300 Gramm Crystal im Marktwert von 20.000 Euro aus Tschechien nach Deutschland schmuggeln wollten.

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